Der Dietiker Gemeinderat Olivier Barthe (FDP) beschrieb in seiner Interpellation das Problem im Gewerbegebiet Silbern: «In der Silbern arbeiten bereits heute viele Personen, welche täglich im überfüllten und oft verspäteten Bus leiden und manchmal ihren Zug verpassen.» Zusätzlich zum Gewerbeverkehr sorge privater Autoverkehr regelmässig für Stau, weshalb die öffentlichen Busse von und zum Bahnhof Verspätung hätten. Das könnte laut Barthe ein Hindernis bei der Förderung von neuen Arbeitsplätzen sein und sich damit negativ auf die Steuereinnahmen auswirken. Deshalb fragte er den Stadtrat, ob er sich vorstellen könne, die Evaluation einer anderen Routenführung anzustossen.

Die Antwort ist klar: «Eine alternative Linienführung kommt derzeit weder für die Stadt noch für die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) infrage.» Barthe hatte vorgeschlagen, die Busse zu bestimmten Tageszeiten oder bei Stau vom Bahnhof anstatt über die Heimstrasse über die Viaduktstrasse fahren zu lassen. Dazu schreibt der Stadtrat: «Mit der vorgeschlagenen alternativen Routenführung könnte die Haltestelle Rapidplatz und damit das Limmatfeld nicht mehr adäquat bedient werden.»

7,5-Minuten-Takt für die Silbern

Barthe fragte den Stadtrat ursprünglich, ob er als Verwaltungsratsmitglied der Limmat Bus AG die Routenänderung anstossen könne. Die Limmat Bus AG ist aber nur die Betreiberin. Für die Routenplanung sind die VBZ zuständig. Die Gemeinden können sich in den regionalen Verkehrskonferenzen einbringen. Gemäss der Teilstrategie 2030 der VBZ wird die Buslinie 309 – die zwischen dem Dietiker Bahnhof und der Silbern verkehrt – über Oetwil bis nach Geroldswil verlängert. Nach der Inbetriebnahme der Limmattalbahn würde zudem die Linie 303 – die zwischen Schlieren und Killwangen verkehrt – vom Dietiker Bahnhof via Silbern bis nach Spreitenbach fahren. Und zwar bis zur Silbern auf der gleichen Route wie die Linie 309. Beide Linien sollen im 15-Minuten-Takt betrieben werden, was für das Gebiet Silbern einen 7,5-Minuten-Takt ergibt.

Ausbau der Überlandstrasse

Der Stadtrat schreibt, die Situation für den Bus werde sich mit dem geplanten Ausbau der Überlandstrasse verbessern. Falls dies «wider Erwarten» nicht passieren würde, sieht das städtische Gesamtverkehrskonzept eine Verlegung des motorisierten Individualverkehrs auf die Viaduktstrasse vor. Die Autos würden also Platz machen für den Bus. Der Stadtrat: «Damit kann der Fahrplan wieder eingehalten werden, wodurch eine Verlegung der Linie unnötig wird.»