Aesch
Anbau des Schulhauses bietet Platz für die zusätzlich erwarteten Schüler

Dieser Tage geht es mit dem Bau des Aescher Kubus los. Entwickelt sich die Bevölkerung der Gemeinde wie prognostiziert, wird sie mit dem Anbau der Schule Nassenmatt genug Schulraum für die nächsten 20 Jahre haben.

Alex Rudolf
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So soll der Anbau dereinst aussehen. ZVG

So soll der Anbau dereinst aussehen. ZVG

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Laut einer Studie zur Schulraumentwicklung erwartet Aesch im Jahr 2019 zwischen 112 und 128 Schüler. Im Jahr 2030 sollen es sogar zwischen 128 und 168 sein, heute gehen in der Gemeinde 90 Kinder zur Schule.

Im Juni 2013 bewilligten die Aescher Stimmberechtigten den 7,1-Millionen-Kredit klar. Schulpräsidentin Petra Mörgeli hatte der Bevölkerung erfolgreich klar machen können, dass das jetzige Schulhaus Nassenmatt den Anforderungen nicht mehr genügt. Durch das Entwicklungsgebiet Heligenmatt-Feltsch erwartet die Gemeinde ein beträchtliches Bevölkerungswachstum.

In der Schulhausplanung inbegriffen ist beim Projekt bereits die Option auf Ausbau. «Der Kubus wäre problemlos erweiterbar. Wächst die Schülerzahl noch mehr, dann können auf einer Abstufung noch zwei Schulräume und ein Gruppenraum angebaut werden», so Mörgeli.

Leichte Mehrkosten

Seit der Genehmigung des Kredits wurde das Projekt weiterentwickelt und optimiert. So wird laut Mörgeli ein Balkon der Wohnung in der ersten Etage nicht ersatzlos gestrichen, sondern auf die andere Seite des Gebäudes versetzt. Er wäre der Überdachung zwischen Alt- und Neubau in die Quere gekommen. Diese und andere kleine Anpassungen führen zu leichten Mehrkosten – genaue Zahlen will Mörgeli nicht nennen. Aber sie versichert, dass der Mehraufwand noch immer innerhalb des projektierten Budgets liege.

Verläuft alles nach Plan, so soll der Anbau Ende 2014 stehen. Dann werden sämtliche Schulklassen im neuen Kubus unterrichtet und der Altbau wird saniert. «Hier legen wir vor allem ein Augenmerk darauf, dass das ganze Gebäude rollstuhlgängig wird, wie es das Gesetz vorsieht», so Mörgeli.

Auch die Sanierungspläne des Altbaus haben sich seit der Urnenabstimmung leicht verändert. Mörgeli sagt dazu, dass man sich entschieden habe, den Lift ausserhalb des alten Gebäudes zu platzieren, da sich herausstellte, dass es keine andere Möglichkeit gab, alle Etagen miteinander zu erschliessen. Sind auch diese Arbeiten abgeschlossen, schliesst der Kindergarten Museumstrasse, der dann nicht mehr benötigt wird, seine Pforten. Was danach mit diesem Gebäude geschieht, weiss Mörgeli noch nicht.

Erst wird sich die Schule Aesch der mehrmonatigen Bauzeit des Kubus stellen müssen. Wurden aufgrund der vielen Kinder in unmittelbarer Nähe spezielle Sicherheitsvorkehrungen getroffen? Mörgeli: «Wir halten uns an die Sicherheitsvorschriften für Baustellen. Damit die Kinder aber nicht auf die Idee kommen, über die Absperrung zu klettern, sind viele Gucklöcher eingeplant.» So könne der «Gwunder» der Kinder gestillt werden.

Gucklöcher für die Sicherheit

Dass Mörgeli voll und ganz vom Projekt überzeugt ist, zeigte sich am Spatenstich vom vergangenen Mittwoch. Vor rund 50 Aeschern, darunter mehrere Gemeinderäte, sagte sie in Anlehnung an die Worte des Astronauten Neil Armstrong: «Dieser Spatenstich ist ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein grosser Sprung für die Primarschule Aesch.» Alle Schul- und Kindergartenkinder, mit rotem Ballon und gelbem Helm ausgestattet, formierten sich um den 500 Quadratmeter grossen, mit weissem Band ausgesteckten Grundriss des geplanten Gebäudes und fieberten dem Neubau entgegen.