Aesch
Anbau ans Schulhaus Nassenmatt soll 7,1 Millionen Franken kosten

Am 9. Juni werden die Aescher Stimmberechtigten über einen Kredit von 7,1 Millionen Franken für den Neubau eines Schulhauses abstimmen, das die bestehende Schulanlage Nassenmatt ergänzt.

Flavio Fuoli
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Am Schulhaus Nassenmatt soll gebaut werden können. (Archiv/fuo)

Am Schulhaus Nassenmatt soll gebaut werden können. (Archiv/fuo)

Optional können die Aescher zudem über einen Zusatzkredit von 195 000 Franken für eine Minergieversion befinden.
Am Mittwochabend stellten die Schulpflege und die Planer das Projekt vor. Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt stammt vom Architekturbüro Gröbli Fischer Architekten. Nach dem Neubau soll die Schule deutlich grosszügigere Lösungen vorfinden. Es sind insgesamt zwei Kindergartenräume und Zimmer für fünf Primarschulklassen sowie weitere Nebenräume geplant, wie Serge Bütler von der Firma Landis Bauingenieure und Planer vor gut hundert Besuchern sagte. Laut Bütler kommen durch das geplante Baugebiet Heligenmatt-Feltsch und Innenverdichtungen im Dorf so viele neue Schüler hinzu, dass die Schulräumlichkeiten ausgebaut werden müssen. «Wir bauen genügend Schulraum für die nächsten zwanzig Jahre», erklärte Schulpflegepräsidentin Petra Mörgeli.
Baubeginn im nächsten Jahr
Architekt Ueli Fischer betonte in seiner Projektvorstellung, dass man sich für ein separates Gebäude entschieden habe, weil man das aus den 50er-Jahren stammende Schulhaus erhalten wolle. Dieses wird allerdings durch einen überdachten Pausenplatz mit dem alten «Nassenmatt» nicht nur optisch verbunden. Die Etappierung sieht laut Fischer folgendermassen aus: Zuerst wird der Neubau erstellt, dann wird das alte Schulhaus mit minimalen Eingriffen umgebaut, ehe im Rahmen der dritten Etappe die derzeitigen Provisorien abgebaut werden. Eine allfällige vierte Etappe wäre dann die Erweiterung des Neubaus, die zurzeit aber noch kein Thema ist.
Der Baubeginn würde bei einer erfolgreichen Urnenabstimmung der Februar 2014 sein. Der Erweiterungsbau wäre im Oktober 2014 fertig erstellt. Die Sanierung des bestehenden Schulhauses würde bis Februar 2015 erfolgen.
Hohe Abschreibungen
Jürg Niederbacher, Finanzvorstand der Schule, erläuterte die Mehrbelastung der laufenden Rechnung der Schule. Im Durchschnitt beträgt sie zwischen 2013 und 2022 400 000 Franken. Wahrscheinlich sei eine Steuerfusserhöhung der Primarschulgemeinde, je nach Steuereinnahmen und Bevölkerungswachstum.
In der Diskussion drehten sich etliche Voten ums geplante Flachdach des Neubaus. Man habe den Bau bewusst schlicht gehalten, um die bestehende Anlage optisch nicht zu konkurrenzieren, hiess es vonseiten der Planer dazu. «Wir wollen den Charme des alten Schulhauses erhalten, mit einem Giebeldach würde dieser verschwinden», sagte Schulpräsidentin Mörgeli dazu.