Oetwil
An Spazieren ist hier nicht mehr zu denken: Der Limmatuferweg ist weggebrochen

Der Schnee hat einen Teil des Uferwegs zwischen Oetwil und Würenlos zum Einsturz gebracht. Dieser ist nun gesperrt.

Carmen Frei
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Unter dem Gewicht des Schnees ist der Limmatuferweg weggebrochen. Er muss nun zuerst wieder instand gestellt werden.

Unter dem Gewicht des Schnees ist der Limmatuferweg weggebrochen. Er muss nun zuerst wieder instand gestellt werden.

zvg

Kurz nach den Familiengärten in Oetwil werden Spaziergänger beim Limmatuferweg umgeleitet. Der Abschnitt wurde vom Schneefall der letzten Tage so stark belastet, dass er teilweise weggebrochen ist, wie Mikel Pavelka von der Oetwiler Werkabteilung bestätigt. «Wenn man dort durchginge, würde man ins Wasser fallen», sagt er. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung habe er den Weg darum schnellstmöglich abgesperrt.

Das Gewicht des Schnees liess Bäume umfallen

Die Hauptursache sei das Gewicht des Schnees. «Überall hat es durch den Schnee eine zusätzliche Belastung gegeben. Dadurch sind Bäume zusammengebrochen», erklärt Pavelka. Sie stünden oft schon schräg am Ufer, der Schnee habe sie nun zum Umsturz gebracht. Die Bäume hätten dabei das Ufer mitgerissen.

Der Limmatuferweg ist auf einer Teilstrecke nicht begehbar, Spazierende werden umgeleitet.

Der Limmatuferweg ist auf einer Teilstrecke nicht begehbar, Spazierende werden umgeleitet.

Carmen Frei/Limmattaler Zeitung

Von der Umleitung her, die leicht erhöht durchführt, sind einige umgeknickten Bäume erkennbar. Nach einem kurzen Waldstück werden Fussgänger zuerst über eine Landstrasse umgeleitet, dann über einen Feldweg und danach werden sie wieder zum Uferweg zurückgeführt.

Wie lange der Uferweg umgeleitet werde, wisse er noch nicht, sagt Pavelka. «Das Land, auf dem der Uferweg verläuft, gehört dem Kanton», sagt er. Er habe den Uferzustand entsprechend dem Kanton gemeldet.

Kein Baum soll im Rechen des Wasserkraftwerks Wettingen landen

Als nächstes müsse das Ufer wieder instand gestellt und aufgeräumt werden. Es gelte zu verhindern, dass Baumstämme im Rechen des Wasserkraftwerks in Wettingen landeten, sagt Pavelka. «Die Uferzone muss geflickt werden und der Weg wieder instand gestellt werden.»

Die Zuständigkeit für den Unterhalt des Uferabschnitt liegt beim Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ). Ab dem Kraftwerk Dietikon, das den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) gehört, bis zum EWZ-Kraftwerk in Wettingen sei die Limmat Teil des EWZ-Konzessionsgebiets, erklärt EWZ-Mediensprecher Thöme Jeiziner. Er sagt auch, wie es weitergeht:

Nächste Woche wird ein von uns beauftragter Geologe sich vor Ort ein Bild der Situation machen, um die Hangstabilität zu beurteilen.

Danach werde dieser dem EWZ, der Gemeinde Oetwil und dem kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) als Besitzerin des Gewässers Vorschläge für eine geeignete Sanierung vorlegen.

Sobald entschieden worden sei, wie die Sanierung erfolgen solle, würden die Arbeiten schnell in Angriff genommen, sagt Jeiziner. «Wann diese beginnen, wie lange sie dauern und wann der Uferweg wieder für die Bevölkerung freigegeben wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden», erklärt Jeiziner.

Bis dahin muss voraussichtlich auf den Wald- und den Feldweg ausgewichen werden.