Limmattal

An Halloween gibt es mehr als harmlose Bubenstreiche

«Süsses oder Saures»: Unter diesem Motto ziehen Kinder und Jugendliche am Montagabend wieder von Tür zu Tür. Foto: Keystone

«Süsses oder Saures»: Unter diesem Motto ziehen Kinder und Jugendliche am Montagabend wieder von Tür zu Tür. Foto: Keystone

Kommendes Wochenende treiben Fans des «amerikanischen» Festes wieder ihr Unwesen. Unter Androhung eines Streichs erhoffen sie sich den Erhalt von Süssigkeiten, einige Aktionen sind jedoch grenzwertig.

Die Limmattaler Strassen sind am kommenden Montag wieder fest in den Händen von Monstern und Gespenstern. Dann wird das «amerikanische» Halloween-Fest gefeiert, das sich längst auch im Limmattal etabliert hat.

«Süsses oder Saures» lautet das Motto, mit dem Kinder und Jugendliche dann von Tür zu Tür gehen werden. Unter Androhung eines Streichs erhoffen sie sich den Erhalt von Süssigkeiten. Diese Streiche sind jedoch längst nicht so harmlos, wie man denkt.

«Jedes Jahr führen wir Kontrollen durch und stellen Jugendliche, die mit Eiern im Gepäck unterwegs sind», sagt Urs Weiersmüller, stellvertretender Chef der Polizei rechtes Limmattal. Diese Eier würden als vermeintlicher Streich an Hausfassaden geworfen. «Die Rückstände, die sie hinterlassen, bringt man jedoch nur sehr schwer wieder weg», sagt er.

Dies sei mehr als nur ein harmloser Bubenstreich. Daher werde man in den Verbundsgemeinden Unterengstringen, Weiningen und Oetwil am kommenden Wochenende wie auch in der Nacht auf Dienstag verstärkt unterwegs auf Patrouille sein. «Dies, obwohl in den vergangenen Jahren die Fälle von Sachbeschädigung rückgängig waren», so Weiersmüller.

Einen Rückgang der Vandalenakte stellt man auch in Geroldswil fest, wie Gemeindeschreiber Beat Meier auf Anfrage sagt. Auf verstärkte Polizeipräsenz verzichten wird man trotzdem nicht. Patrouillen finden in der Nacht auf Samstag wie auch in jener auf Dienstag statt. Gleiches gilt auch für Dietikon: «Bei solchen Spezialveranstaltungen wie Halloween oder Silvester haben wir stets ein spezielles Augenmerk auf eine angemessene Polizeipräsenz», wie Thomas Winkelmann, Leiter der Dietiker Sicherheits- und Gesundheitsabteilung, sagt.

In Uitikon ist es dagegen eher ruhig. Der dortige Polizist Heinz Frei sagt zwar, dass während Halloween ebenfalls patrouilliert werde. «Bei uns waren Sachbeschädigungen wegen dieses Festes jedoch noch nie ein Problem.»

Keine Horror-Clowns im Limmattal

Die Anzahl Fälle von Sachbeschädigung mögen also rückläufig sein, doch versetzt ein anderer Trend in Verbindung mit Halloween die Menschen derzeit in Angst und Schrecken: Die sogenannten Horror-Clowns. Dabei handelt es sich in der Regel um Jugendliche, die sich als Clown verkleiden und ahnungslosen Passanten auflauern und diese erschrecken.

In manchen Fällen folgt gar ein Angriff oder ein Raubüberfall. Kürzlich wurde von der Kantonspolizei bekannt gegeben, dass sich drei solche Fälle im Kanton Zürich ereignet haben. Im Limmattal sind diese Clowns scheinbar nicht unterwegs, denn bei keiner der angefragten Gemeinden wurden solche Fälle gemeldet.

Die Limmattaler Zeitung hat auf der Strasse nachgefragt: Feiern Sie überhaupt Halloween?

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