Der Dietiker Stadtrat will bis 2022 sämtliche geplanten Tempo-30-Zonen auf Stadtgebiet umgesetzt haben. Dies geht aus seiner Antwort auf eine kleine Anfrage der grünen Gemeinderätin Catalina Wolf-Miranda hervor. In einem Konzept zur Temporeduktion hat die Exekutive die Stadt bereits im August 2012 in 25 Zonen unterteilt, von denen in 15 künftig Höchsttempo 30 gelten soll. Bis auf sieben sind alle diese Zonen bereits realisiert, die Zone Limmatfeld wird derzeit umgesetzt. In ihrer Anfrage wollte Wolf-Miranda den Zeitplan für die Umsetzung der restlichen sechs Zonen sowie die dabei verfolgten Prioritäten in Erfahrung bringen.

Catalina Wolf-Miranda (Grüne)

Catalina Wolf-Miranda (Grüne)

Der Stadtrat macht die Realisierung sämtlicher im Konzept vorgesehener Tempo-30-Zonen vom Abschluss des Niderfelds und der Inbetriebnahme der Limmattalbahn abhängig. Dies weil gewisse Zonen mit den beiden Grossprojekten in Zusammenhang stehen. Als Nächstes anstehend seien etwa die Zone Oberdorf, bei der abgeklärt werde, ob diese unabhängig vom derzeit sistierten «Aufwertungs- und Gestaltungskonzept Reppisch» realisiert werden kann, mit dem zusammen die Zone ursprünglich geplant war. Ein Gutachten, das die Umsetzung eines Teils der Zone im Jahr 2016 prüft, sei in Arbeit, wie der Stadtrat in seiner Antwort schreibt. Weiter werde eine baldige Realisierung der Zone Bahnhof- und Kirchplatz geprüft.

Schleich- und Schulwege

Weiter wollte Wolf-Miranda vom Stadtrat erfahren, ob Quartierstrassen, welche während der Stosszeiten von Autofahrern als Ausweichrouten missbraucht werden, eher in Tempo-30-Zonen umgewandelt werden; und weiter, ob dies bei Strassen vor Kindergärten und Schulen der Fall sei.

Wenn Quartierstrassen als Schleichweg benutzt würden, macht der Stadtrat klar, sei dies ein Grund, Tempo 30 zu prüfen und solche Strassen prioritär zu behandeln. Er nennt die Guggenbühlstrasse sowie die Untere Reppischstrasse als Beispiele, bei denen dem Schleichweg-Problem bereits mit verkehrsberuhigenden Massnahmen begegnet worden sei. Möglichen Handlungsbedarf sieht der Stadtrat derzeit im Blüemliquartier, für das derzeit abgeklärt werde, ob eine Tempo-30-Zone Sinn macht.

Viele Schulhäuser und Kindergärten würden bereits heute von Tempo-30-Zonen profitieren, schreibt der Stadtrat weiter. Zur Erhöhung der Sicherheit von Schulwegen verweist er aber auch auf andere Massnahmen, die jeweils prioritär behandelt würden. Als Beispiele nennt er die kürzlich angebrachte Bodenmarkierung «Schule» auf der Bremgartenstrasse vor dem Zentralschulhaus sowie die neue Beleuchtung in der Schöneggstrasse.

Grundsätzlich hält der Stadtrat fest, dass sich Tempo 30 in den Quartieren sehr bewährt habe. Darum würden im Rahmen des Gesamtverkehrskonzepts zusätzliche Tempo-30-Zonen geprüft.