Dietikon
An der Schönenwerdkreuzung könnte ein Hochhaus gebaut werden

Im Zusammenhang mit der neuen Verkehrsführung entsteht inmitten der Schönenwerdkreuzung eine bebaubare Fläche. Zuerst wird sie aber zwischengenutzt.

Bettina Hamilton-Irvine
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Laut dem Stadtrat soll das gesamte Gebiet Schönenwerd städtebaulich aufgewertet werden - ausserdem eignet es sich im Hochbaukonzept der Stadt Dietikon als guter Standort. (Bild: Alte Schönenwerdbrücke, die jetzt neu gebaut und von zwei auf vier Spuren erweitert wird)

Laut dem Stadtrat soll das gesamte Gebiet Schönenwerd städtebaulich aufgewertet werden - ausserdem eignet es sich im Hochbaukonzept der Stadt Dietikon als guter Standort. (Bild: Alte Schönenwerdbrücke, die jetzt neu gebaut und von zwei auf vier Spuren erweitert wird)

Daniel Diriwächter

Inmitten der Dietiker Schönenwerdkreuzung, an der Grenze zu Schlieren, könnte dereinst ein Wohnhaus mit Gewerbenutzung stehen. So zumindest sieht es der Stadtrat vor.
Der Knoten Bernstrasse/Zürcherstrasse, beim Bahnübergang in der Nähe des Bahnhofs Glanzenberg, wird umgebaut, damit er leistungsfähiger wird. Denn die Bernstrasse und die Überlandstrasse sollen, wenn dereinst die Limmattalbahn fährt, einen Grossteil des Durchgangsverkehrs aufnehmen, der zurzeit auf der Achse Badenerstrasse/Zürcherstrasse unterwegs ist.

Aktuell, und noch bis etwa Ende Jahr, wird die Schönenwerdbrücke neu gebaut und von zwei auf vier Spuren erweitert. Zudem ist vorgesehen, die aus Richtung Schlieren in die Bernstrasse einmündenden Spuren der Zürcherstrasse rund 80 Meter Richtung Osten zu verlegen, womit zwischen den Strassen eine dreieckige Fläche entsteht. Dies geht aus der Teilrevision der Nutzungsplanung zum Umbau der Schönenwerdkreuzung hervor, die der Stadtrat verabschiedet hat. Mit dieser Verlegung erreiche man die notwendige Entflechtung des Verkehrs in diesem Knoten, schreibt er dazu.

Drei Geschosse sind möglich

Damit im neu entstehenden Dreieck später auch ein Gebäude erstellt werden kann, wird es vollständig der Bauzone zugeteilt. Die gesamte Fläche wird dabei zur Wohnzone, die dreigeschossig bebaut werden kann. Zudem werden dort neu mässig störende Gewerbebetriebe möglich sein.

Längerfristig soll das gesamte Gebiet Schönenwerd städtebaulich aufgewertet werden, wie der Stadtrat schreibt. Im Hochhauskonzept der Stadt Dietikon ist es als geeigneter Standort vorgesehen. Ein bis zu 80 Meter hohes Gebäude könnte dabei auch auf der neu entstehenden dreieckigen Fläche zu stehen kommen, wie Stadtplaner Jürg Bösch auf Anfrage sagt. Zuerst wird die Fläche aber noch zwischengenutzt: Für die nächsten 15 bis 20 Jahre soll dort eine Tankstelle zu stehen kommen. Der Boden gehört einem Privaten; heute stehen drei Gebäude in diesem Bereich. Damit der neue Strassenast gebaut werden kann, müssen diese weichen.

Keine Einwendungen

Schon im letzten Herbst hat der Stadtrat die Teilrevision der Nutzungsplanung dem kantonalen Amt für Raumentwicklung zur Vorprüfung eingereicht. Dieses stellte der Vorlage im Dezember 2016 unter Berücksichtigung einiger Auflagen die Genehmigung in Aussicht.
Von Mitte November bis Mitte Januar wurde die Vorlage öffentlich aufgelegt, damit die Bevölkerung sich zur Umzonung äussern kann. Auch die Nachbargemeinden wurden befragt. Weder von diesen noch von der Bevölkerung sind Einwendungen eingegangen. Nachdem die Vorlage entsprechend dem Vorprüfungsbericht bereinigt und dem Kanton nochmals vorgelegt wurde, ist sie nun bereit für die Festsetzung durch den Gemeinderat.