Dietikon
An der J-Fägete setzte man auf erfahrene Stimmungsmacher

Der beliebte Fasnachtsball lockte Kostümierte aus der ganzen Region an. Die längste Anreise hatten die österreichischen Gastmusiker.

Anina Gepp
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Gaby Huber, Denise Bastug, Sonja Burn (v.l.) sind Stammgäste an der J-Fägete: «Wir gehen immer zusammen an die J-Fägete, stimmen deshalb auch unsere Kostüme aufeinander ab und schminken uns zusammen. Das muss schon alles zueinander passen.»

Gaby Huber, Denise Bastug, Sonja Burn (v.l.) sind Stammgäste an der J-Fägete: «Wir gehen immer zusammen an die J-Fägete, stimmen deshalb auch unsere Kostüme aufeinander ab und schminken uns zusammen. Das muss schon alles zueinander passen.»

Anina Gepp

Die J-Fägete ist aus dem Dietiker Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Fasnachtsfans aus der Stadt und den umliegenden Gemeinden pilgerten deshalb auch dieses Jahr am Schmutzigen Donnerstag in die Sporthalle des Dietiker Zentralschulhauses .

Der Organisator, der 11-er Club aus Dietikon, liess heuer neben den Stiereschränzern aus Urdorf, den Bräusivögeln aus Spreitenbach und den einheimischen Reppischfägern und Guggi-Häxen auch musikalische Gäste aus dem Ausland auftreten. Die «Vollgaskompanie» bestehend aus Helmut, Gerhard und Hannes aus der Steiermark in Österreich hat bereits 4600 Auftritte hinter sich. In 26 Jahren Musikkarriere kommt einiges zusammen. Die drei Musikerfreunde waren nicht zum ersten Mal zu Gast in der Schweiz und der Auftritt in einer Turnhalle war für sie wohl eher einer mit kleiner Bühne. Denn bereits am Züri-Fäscht, am Skiweltcup-Finale in der Lenzerheide oder an der Tour des Suisse rockten sie mit Schlager und volkstümlichen Hits die Bühne.

Die Limmattaler Zeitung hat nachgefragt: Wie haben Sie ihr Kostüm ausgewählt?

Jörg und Astrid Dätwyler «Das ist unsere Standardverkleidung, ganz nach dem Motto: besser als nichts. Das ist bei uns immer eine ganz spontane Sache, wir planen die Kostümierung nicht im Voraus.»
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Corinne Ress, Oliver Amrein «Einhörner sind ein Riesentrend, und ich dachte mir, dass ich das Ganze einmal in schwarz umsetze. Die Verkleidung ist selbst gemacht. Oliver trägt das Gewand der Guggenmusik Stiereschränzer.»
Melo Strinati «Als Hauswart der Halle bin ich schon fast Ehrengast an der J-Fägete. Ich habe sogar meine Frau hier 1999 kennen gelernt. Dass ich selbst verkleidet komme, ist die Ausnahme. Dieses Jahr hatte ich aber grosse Lust dazu.»
Charlotte Keller «Als Bäuerin fand ich es ganz passend, mir selbst einmal Hörner aufzusetzen. Es war irgendwie naheliegend, dass ich als Kuh verkleidet komme.»

Jörg und Astrid Dätwyler «Das ist unsere Standardverkleidung, ganz nach dem Motto: besser als nichts. Das ist bei uns immer eine ganz spontane Sache, wir planen die Kostümierung nicht im Voraus.»

Anina Gepp

Tüchtig mitgesungen und getanzt wurde aber sowieso bei allen Auftritten. Dieses Jahr musste der Abend jedoch zuerst älter werden, bevor die Stimmung ausgelassener wurde. «So leer war die Turnhalle um diese Zeit noch selten», sagte Gaby Huber aus Dietikon, die fast jedes Jahr mit ihren Freundinnen zur J-Fägete kommt. Doch dann, mit mehr Gästen die den Raum füllen und mehr Bier, das über die Theke geht, liess sich immer weniger ausmachen, wer denn hier eigentlich Gastgeber ist und wer Gast. Wie es sich an einer Fasnacht gehört, mischten sich auch das Organisationskomitee und das Barpersonal irgendwann unter die feiernde Meute.