Dietikon
An der Fasnachtsause fliesst närrisches Herzblut durch die schrägen Gestalten

«Bock auf Rock» hatte bei der grossen Fasnachtsause der Reppischfäger so manch schräge Gestalt. Für die Konfettischlacht waren einmal mehr die Guggi-Häxe aus Dietikon verantwortlich.

Cynthia Mira
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Fasnacht Reppischfägger Dietikon
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 Der Reppischball unter dem Jahresmotto der Gugge «Bock uf Rock» im Zentralschulhaus.
Viele verschiedene Kostüme waren zu sehen.
Weiter Impressionen.

Fasnacht Reppischfägger Dietikon

Cynthia Mira

Etwas mulmig konnte es einem beim Anblick eines Mönches werden, der sich langsam durch die Menschenmenge schlängelte und so den Fasnachtsball der Reppischfäger am Samstagabend feierte. Ebenso beim Blick in die feuerroten Augen eines Teufels; eine Kostümierung für die sich Christoph Schmid aus Dietikon entschieden hatte. «In diesem Jahr habe ich wieder mitgemacht, immer weniger Leute kommen verkleidet – und das ist wirklich schade», sagte er.
Das diesjährige Motto der Guggenmusik Reppischfäger lautete «Bock auf Rock», und das fasnächtliche Treiben wurde zu vorgerückter Stunde zunehmend bunter. Auch die in Gruppen formierten Gestalten bewiesen Kreativität. So waren etwa Hellseherinnen anzutreffen, die mit eigenem Wagen herumkurvten oder Hockeyspieler, die sich in den Pausen der Guggenformationen auf einen improvisierten Match einliessen. Die Konfettischlacht folgte mit der Ankündigung der «Guggi-Häxe», die in ihren violett gestreiften Umhängen in die Halle eilten.

Für Staunen sorgten aber Benno Scheidegger und Michèle Bottlang aus Rorbas, die seit rund zehn Jahren als Fasnachtsduo Chäs-Chüechli jeweils mit einem neuen Motto in die Fasnachtswelt eintauchen. In diesem Jahr waren die beiden als schräge Hasen zu bestaunen, die mit Chemikalien hantierten und sich in ihren überdimensional grossen Verkleidungen beinahe schwebend durch die dekorierte Turnhalle des Zentralschulhauses Dietikon bewegten.
«Die Freude der Leute ist das Grösste, und eine solche Party ist wie die Vernissage für einen Künstler», sagte Benno Scheidegger. Alle zwei, drei Jahre kommen sie für diese Feier ins Limmattal und schätzen das Ambiente. «Die Feier heute ist sozusagen die Einführung unseres Kostüms, das über das ganze Jahr verteilt genäht und gebastelt wurde», meint Michèle Bottlang. Für einen solchen perfekten Auftritt lohnt sich der monatelange Aufwand allemal.