Dietikon

Am Stadtfest gibts nachhaltiges Geschirr

Die Dietiker Chilbi

Die Dietiker Chilbi

Der Stadtrat stand dem Gemeinderat in der Fragestunde vom Donnerstag Red und Antwort – hier eine Auswahl.

CVP-Gemeinderat Reto Siegrist stellte zwei Fragen zur Dietiker Chilbi: Er wollte wissen, wieso diese ausgerechnet in der Ferienmitte stattfand. Stadtrat Heinz Illi (EVP) erklärte, es sei keine städtische Aufgabe, eine Chilbi auszurichten. Die Schaustellerfamilie Bourquin habe ein Gesuch für die Durchführung zu diesem Zeitpunkt gestellt. Auch interessierte Siegrist, wie hohe Standgebühren Schausteller Bourquin bezahlte, «um in Dietikon Geld verdienen zu können». Pauschal habe er 2500 Franken zahlen müssen, so Illi, die Gebühren für die Marktstände betrugen 900 Franken.

Weiter interessierten Siegrist Arbeitsvergaben an Dietiker Unternehmen. Darüber führe die Stadt eine Statistik, erklärte Stadtpräsident Otto Müller (FDP): 72 Prozent aller Aufträge werden demnach im Limmattal vergeben, was einem Auftragsvolumen von 60 Prozent entspreche.

Martin Christen (CVP) wollte wissen, ob die Stadt festlegen könne, dass im Rahmen der Stadtentwicklung einheimische Baustoffe verwendet werden müssen. Stadträtin Esther Tonini (SP) erklärte, dass man höchstens im Rahmen eines Gestaltungsplan in der Kernzone Baustoffe vorschreiben könne. Ansonsten dürften alle Materialien verwendet werden.

Gabriele Olivieri (CVP) erkundigte sich nach der Möglichkeit, die Abfallsortierung um Tetrapack-Verpackungen zu erweitern. Noch sei dafür keine gute Lösung gefunden worden, antwortete Heinz Illi. Die Stadt warte mit der Sammlung von Getränkeverpackungen deshalb zurzeit noch zu.

Um Nachhaltigkeit drehte sich auch Catherine Peers (SP) Frage, wieso bei städtischen Veranstaltungen keine Mehrwegbecher zum Einsatz kommen. Heinz Illi erklärte, dass für das Stadtfest 2018 kompostierbares Geschirr zum Einsatz kommen wird.

Zum Dietiker Stadtfest wiederum hatte auch Beat Hess (Grüne) eine Frage: Er wollte wissen, wie es mit den Vorbereitungen laufe, insbesondere mit der angekündigten Einbindung der ausländischen Stadtbevölkerung. Otto Müller erläuterte, dass insgesamt 170 Vereine angeschrieben wurden, ob sie an einer Teilnahme interessiert seien; darunter seien auch Menschen mit Migrationshintergrund. Beteiligt sein werde auch das Integrationsforum.

Ernst Joss (AL) fragte, wie der Stadtrat verhindern könne, dass die Stadthalle an extremistische Veranstalter vermietet wird. Heinz Illi erwiderte, dass kritische Veranstaltungen der Stadtpolizei mitgeteilt werden, welche sie «nach ihren Möglichkeiten» prüfe. Die Stadt könne solche Veranstaltungen dann untersagen.

SVP-Gemeinderat Konrad Lips wollte wissen, wieso auf dem Friedhof am 1. November laute Bauarbeiten ausgeführt wurden. Allerheiligen sei im Kanton Zürich kein Feiertag, erwiderte Esther Tonini – während einer Bestattung würden lärmige Arbeiten aber selbstverständlich ausgesetzt.

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