Urdorf
Am Räbelichtlli-Umzug strahlen rund 410 Kinder um die Wette

In Urdorf freuten sich die rund 410 Kinder auf den Räbeliechtli-Umzug.

Ly Vuong
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Alle Hände voll zu tun
8 Bilder
Es brauchte auch etwas Warmes für zwischendurch
Die Motive auf den Räben reichte von Fussballclubs bis hin zu Engeln
Über 400 Schüler nahmen am Umzug Teil
Weil die Strassenlaternen aus waren, musste der Weg beleuchtet werden
Bald geht das Raebeliechtli auf eine kleine Reise durch die Strassen Urdorfs
Die Kinder freuen sich auf den Umzug
Räbeliechtli-Umzug Urdorf

Alle Hände voll zu tun

Christian Murer

«Lueg mis Räbeliechtli», singen die rund 410 Kinder auf dem Embriplatz in Urdorf. Begleitet werden sie von der Harmonie Urdorf. Die Vorfreude auf den Räbeliechtli-Umzug ist gross. Der Familienverein und die Schule haben den Umzug umsichtig vorbereitet.

«Wir haben 727 Räben auf 10 Kindergärten und 14 Unterstufenklassen verteilt», sagt Alexandra Jäger Hiltebrand vom Familienverein Urdorf. «Das Aushöhlen ging etwas harzig», findet der Drittklässler Idan Anes, der seine Räbe mit dem Logo des FC Bosnien, einem Hund sowie einem Stern verziert hat. «Ältere Schüler haben mir beim Schnitzen geholfen», verrät die achtjährige Ella Horter. Auf ihrer Räbe sind ein Herz, ein Tannenbaum und ein Mond zu finden.

Bei der fünfjährigen Maybel Phillips strahlen leuchtende Engel aus der Räbe. «Ich mag Engel, weil sie gute Wesen sind, die man nicht sehen kann», sagt sie. Damit die verzierten Reben zur Geltung kommen, wurden pünktlich zu Beginn des Umzugs am Freitag die Strassenlichter ausgeschaltet.

Gepackt vom Räbeliechtli-Fieber teilt der Kindergärtler Colin Graf der Lehrerin Heidi Dällenbach mit: «Zu Hause möchte ich die Räbe aufbewahren und aufstellen.» Diese weiss natürlich, dass die Räbe sehr schnell austrocknen und schrumpfen wird.

Doch sie nickt nur, um dem Jungen die Freude nicht zu nehmen. Für Dällenbach ist es bereits der 28. Räbeliechtli-Umzug. «In all diesen Jahren war das Wetter nur ein Mal schlecht», sagt sie und lächelt der sechsjährigen Ainhoa Bolognese zu, die stolz ist, dass sie das Klassenbild – einen Elefanten – als Fahne beim Umzug tragen darf.