Dietikon

Am Cevi-Schnuppertag trösteten Hawaiiketten über das Heimweh hinweg

Am Cevi-Schnuppertag liessen sich rund 50 Kinder auf ein regnerisches Abenteuer ein. Das Angebot für die Kleinen war gross, so konnten sie Hawaiiketten aus Stoffblumen basteln, Pfeilbogen schiessen oder an der Feuerstelle bräteln.

Rund 150 der 15 000 Mitglieder des Christliche Vereins junger Menschen leben in Dietikon. Der hiesige Cevi organisierte am Samstag einen Schnuppertag, an dem Kinder von den Vorzügen des Vereins bekannt gemacht werden sollen. Mit dem Cevi-Schnuppertag wirbt man um neue Teilnehmer.

Rund 50 Kinder fanden sich im Haus des katholischen Turnvereins (KTV) in Dietikon ein. Die Leiter und Leiterinnen stellten verschiedene Spielposten im Vereinshaus, auf der KTV-Wiese sowie beim Guggenbühl-Waldrand auf.

Das Angebot war gross. Die Kleinen konnten Hawaiiketten aus Stoffblumen basteln, Pfeilbogen schiessen, mit Fussbällen auf eine Torwand schiessen oder an einer Feuerstelle am Waldrand Würste und Schlangenbrot bräteln.

Schullagerstimmung dank Regen

Das regnerische Wetter hätte dem Treiben beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch man wusste sich zu helfen. Es kam sogar Schullagerstimmung auf. Im Vereinshaus sassen die Kinder schliesslich im Kreis und spielten mit den Leitern Mörderlis, später dann das Telefonspieli. «Schade, dass es heute regnet.

Wenn die Sonne scheint, macht alles noch mehr Spass», meint der 12-jährige Jonas Rothbrust. «Mit Kollegen etwas unternehmen, ist trotzdem cool», wirft Jonas' bester Kollege Elia Gloor ein und wendet sich wieder dem Mörderlis-Spiel zu.

«Die Kinder machen trotz Regen sehr gut mit», stellt Vorstandsmitglied David Steinegger zufrieden fest. Ziel der Cevi Dietikon sei es, Freude zu vermitteln in der Gemeinschaft und in der Natur etwas zu unternehmen, erklärt der 19-jährige Michael Sanchez, Präsident der Cevi Dietikon.

Ähnlich wie bei der Pfadi könnten die Kinder bei der Cevi jeden zweiten Samstag etwas lernen, wie Zelt bauen, Feuer machen oder einfach zusammen spielen und singen, so Sanchez.

«Wir sind offen für alle Kinder mit jedem Hintergrund unabhängig von der Religion», betont er. Häufig schliesse man bei der Cevi gute Freundschaften, ergänzt Vorstandsmitglied Steinegger.

Eine neue Gemeinschaft

Bereits seit 14 Jahren bei der Cevi Dietikon dabei ist die 20-jährige Leiterin Patrizia Illi. Sie zeigt den Kindern, wie man Hawaiiketten bastelt. «Ein kleines Mädchen weinte, weil sie Heimweh hatte.

Aber durch das Basteln hat sie es überwunden», erzählt Illi. Es war wohl der erste Schritt für das Mädchen, sich an eine Gemeinschaft zu gewöhnen, die nicht die Eltern sind.

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