Dietikon

Am Basar lockte der Duft nach Ferien und südöstlichem Leben

Der traditionelle Wohltätigkeitsbasar der islamischen Glaubensgemeinschaft in der Freizeitanlage Chrüzacher verführte die Besucher mit zahlreichen türkischen Speisen.

Es ist ein sonniger Sommersonntag in der Freizeitanlage Chrüzacher in Dietikon. Bereits am Morgen herrscht hier ein fröhliches Treiben. Links beim Eingang präsentiert die «Frauenabteilung» der islamischen Glaubensgemeinschaft unter der Leitung von Cennet Sönmez den Essensstand. Da werden türkische Gerichte wie Weinblätter mit Reis oder Börek angeboten.

Börek ist eine türkische Variante eines Strudels aus Yufka-Teig mit einer würzigen Füllung aus Hackfleisch, Schafskäse und Spinat. Vielfältig und lecker ist ebenso die Auswahl an Süsswaren wie zum Beispiel Baklava, einem Gebäck aus Blätterteig gefüllt mit gehackten Walnüssen, Mandeln oder Pistazien. Auf der rechten Seite präsentieren die Mädchen und junge Frauen Kleider und bunte Kopftücher.

Bratwürste und Kebab

Am andern Ende der Freizeitanlage grillieren Ali Saçak und Svat Sözer Bratwürste. Natürlich sind Kebabs der Schlager. Ahmet Kürsat Yüke verkauft Wassermelonen. Bei den Klettergerüsten «turnen» drei Buben auf einem Handy herum. Vis-à-vis der Tiergehege hat sich Ümran Kocak mit ihrer Tochter Ruveyda Ela im Kinderwagen niedergelassen. Die junge Frau findet: «Mir gefällt hier die familiäre Stimmung.» Frauen in hübschen Gewändern sitzen auf Bänken gegenüber und diskutieren. Um 15 Uhr versammelt sich der Kinderchor Parlayan Yildizlar - was so viel wie «leuchtende Sterne» heisst. Unter der Leitung von Ulviye Yükseldi singen die Mädchen vorwiegend türkische Lieder.

Gegen 19 Uhr geht es ans Aufräumen. «Wir haben sämtliche Esswaren verkauft», freut sich Cengiz Yükseldi, Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft Dietikon. Er diesen Wohltätigkeitsbasar im Chrüzacher vor drei Jahren ins Leben gerufen. Der 13-jährige Yunus Sönmez meint: «Es macht mega Spass, hier all meine Kollegen zu treffen.»

Urs und Jeannette Luginbühl aus Urdorf flanieren mit ihren beiden Enkelinnen durch die Freizeitanlage. «Schon beim Eintreten in den Park haben wir uns gewundert über die fremdländisch wirkende bunte Schar, die eine tolle Marktstimmung in die Anlage zaubern», betonen die beiden, «wir fühlen uns wohl hier.» Das sei für sie alle ein rundum geglücktes Erlebnis.

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