Freizeit-Vereinigung
Am 44. Kerzenziehen in Schlieren sind die Magic-Kerzen der Hit

Im Alten Schulhaus in Schlieren ziehen Schulklassen vom 15. bis 30. November Kerzen aller Art. Dies macht den Kindern nicht nur Spass, sondern dient auch der Integration.

Julia Wartmann
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Konzentration ist gefragt.
13 Bilder
Die Kerzenreste werden für neue Kerzen verwendet.
Die «Stückli-Kerzen» entstehen aus den Resten der gezogenen Kerzen.
Der rote Wachs ist beliebt.
Beim Abtrocknen der Kerze.
Verschieden farbige Wachse fürs Kerzenziehen.
Wassertauchen der Kerze.
Kinder beim Kerzenziehen in Schlieren.
Magic-Kerzen, in Eiskristall-Wachs getaucht.
Bienenwachskerzen.
Angeschnittener Kerzen«rugel».

Konzentration ist gefragt.

Julia Wartmann

«Ich will auch eine Magic-Kerze machen», sagt ein Kind zu seiner Lehrerin. Damit sind jene Kerzen gemeint, die man ganz zum Schluss in sogenanntes Eiskristall-Wachs taucht. Auf den farbigen Kerzen bilden sich verschiedene kristallartige Muster, die an Schneesterne erinnern. Sie stehen hoch im Kurs bei den Schülern, die das 44. Kerzenziehen im Alten Schulhaus in Schlieren besuchen.

Das Vorgehen beim Kerzenziehen

Das Wachs steht in verschiedenen Farben zur Auswahl. Dank der Abkühlung im Wasser können die Kerzen schneller gezogen werden. Die Magic-Kerzen werden in spezielles Eiskristall-Wachs getunkt. Zum Abschluss werden alle Kerzen zugeschnitten. Kerzen in allen Farben und Formen: Bienenwachs dauert länger in der Herstellung als farbiges Wachs, denn er verträgt sich nicht mit Wasser.

Vom 15. bis 30. November sind die jährlich bis zu 70 Schulklassen dort vormittags unter sich. Unter der Anleitung von Elfie Buchard von der Freizeit-Vereinigung Schlieren lernen die Kinder, wie man erfolgreich eine Kerze zieht. «Der Docht muss ganz gerade in das Wachs getaucht werden. Dann zählt man auf zehn, aber nur beim ersten Mal», erklärt sie. Alle weiteren Male soll die Kerze nur ganz kurz ins Wachs und dann zur Abkühlung in Wasser getaucht werden. Das Kerzenziehen ist, wie sie sagt, «eine gute Möglichkeit zur Integration für Neuzuzüger. Die Familien kommen so ins Zentrum und lernen andere Schlieremer kennen.»