Dietikon

Als Erstes wurde in den Ställen ausgemistet – im Ferienkurs kümmern sich Kinder um die Tiere im Chrüzacher

Acht Mädchen wollen in der Dietiker Freizeitanlage Chrüzacher mehr über den Beruf der Tierpflegerin erfahren.

Die Freizeitanlage Chrüzacher in Dietikon wurde gestern nicht nur von Familien mit Kleinkindern in Beschlag genommen, sondern auch von acht Mädchen. Diese kümmerten sich um die Tiere und deren Wohlbefinden. Die elfjährige Sophia schob Heu im Schubkarren durch die Gegend, während drei Teenies in einer anderen Gruppe mit einer Mistgabel ausgerüstet waren. «Tierpflegewoche» heisst der Ferienkurs, der in diesen Tagen stattfindet. Dieses Angebot sei vor sechs Jahren ins Leben gerufen worden und erfreue sich grosser Beliebtheit, sagte Mirjam Spring. Sie leitet den viertägigen Kurs. Unterstützung erhält die erfahrene Reitpädagogin von Fabienne Roth und Samira Thomen. Letztere absolviert momentan auf der Freizeitanlage ihr Praktikum.
In drei Gruppen machten sich die Tierliebhaberinnen auf den Weg. Zuerst galt es, die Unterkünfte sämtlicher Tiere auszumisten und Futter zu organisieren. Die Mädchen folgten dabei einem Plan. Dieser wurde ein Tag zuvor von einer anderen Gruppe erstellt. In der Pause tauschten sie sich über ihre Erfahrungen aus. Es wurde darüber geredet, was gut lief und was vergessen ging.
Die meisten Tiere in der Freizeitanlage sind zutraulich. Die elfjährige Hannah zum Beispiel bekam, kaum hatte sie den Durchgang zum Vogelgehege geöffnet, Besuch. Amigo heisst der kleine Vogel, der sich auf ihre Schultern setzte. Er pickt auch gerne an Fingern herum. Später hat er sogar das Halskettchen der zwölfjährigen Lova durchgeknabbert.
Neben den Tätigkeiten im Stall stand ein kleines Training mit den Ziegen auf dem Programm. Die weisse Ziege Lulu wurde zuerst belohnt, als sie über ein Hindernis sprang. «Es braucht Koordination. Es ist gar nicht so einfach, wie es aussieht», sagt Spring. Zuvor hatte sie das Vorgehen erklärt. Dabei stellte sich heraus, dass auch ihr Hund Ally aufs Wort folgt und genau weiss, was es im Parcours zu tun gibt.

Die grösste Freude stellt sich beim Pferdereiten ein

«In dieser Woche geht es darum, den Mädchen zu vermitteln, was es heisst, als Tierpflegerin zu arbeiten», sagte Spring. Hinzu kommen gemeinsame Ausflüge in den Wald. Gestern wurde über den Mittag grilliert. Ein Besuch in einem Tierpflegeheim konnte dieses Jahr wegen Corona nicht stattfinden.
Dafür durften die Mädchen auf den Pferden und Eseln reiten. Darauf freute sich die 10-jährige Laura besonders. Es sei das Beste am Kurs, sagte sie. Für alle Mädchen war es die erste Teilnahme am Kurs. Als Michaela Tobler, Leiterin der Freizeitanlage, die Mädchen fragte, ob es Spass machte, erhielt sie eine einstimmige Antwort: Ja.

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