Verein Kultur Krone Dietikon
Als der Stadtpräsident die blaue Krone erhielt - Ein Rückblick

Mit neckischen Aktionen und schillernden Festen verstand es der Verein Kultur Krone Dietikon stets, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Alex Rudolf
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 Die Übergabe der blauen Krone an Otto Müller 2006.
 Ein Porträt des Vorstandes 2011.

Zur Verfügung gestellt
  • Mai 2005: Unter dem Co-Präsidium Regula Cincera und Stefan Baier wird der Verein Kultur Krone Dietikon gegründet – fast zeitgleich mit der Gründung der IG Pro Kronenplatz. Diese will erreichen, dass die historische Bausubstanz im Dietiker Zentrum aufgewertet und wieder nutzbar gemacht wird. Anfänglich ging es «Kultur Krone Dietikon» lediglich darum, als Plattform für Ideen sowie als Bindeglied zum Stadtrat zu dienen.
  • Juni 2006: Am Stadtfest überreichen Vertreter des Vereins dem frisch gewählten Stadtpräsidenten Otto Müller (FDP) eine überdimensionale blaue Krone. Einhergehend mit einem Gespräch über die Wünsche, welche die Kulturschaffenden für das historische Dietiker Zentrum haben.
  • September 2006: Bevor die Gastwirtschaft zur Krone saniert werden soll, wollen die Kulturschaffenden den Bau erst aus dem Dornröschenschlaf holen. Mit der «Chrone Chilbi» gelingt dies. Neben einem Gruselkeller und Ponyreiten wartete auch ein Karussell und eine Schiessbude auf die Besucher.
  • Februar 2009: Zum Thema «Grosser H-Ausverkauf!» nimmt der Verein am Kinderfasnachtsumzug teil und will mit dieser Aktion den Dialog anstossen. Der von Rabattzeichen, Marktschreiern und einem Traktor dominierte Fasnachtsbeitrag dürfte vielen in Erinnerung geblieben sein.
  • Juni 2009: Obwohl der Kulturverein dagegen angekämpft hatte, sprach das Dietiker Parlament einen Planungskredit für das Kronenareal. Nach Ansicht der Kulturschaffenden räumte dieser der Kunst zu wenig Platz ein. Das Referendum, welches im Vorfeld zu diesem Entscheid angedroht wurde, führte der Verein nicht aus, da die parlamentarische Schlussabstimmung nur mit einer Gegenstimme ausfiel. Die Erfolgschancen wurden als zu gering eingeschätzt.
  • Oktober 2011: Mit dem Chrone Fest tritt der Verein erneut an die Öffentlichkeit. Zwar wurde es im Zentrum St. Agatha durchgeführt und nicht mehr in den historischen Liegenschaften am Kronenplatz, aber die Verantwortlichen sagten gegenüber dieser Zeitung, dass man nicht zurückblicken wolle. «Wir wollen uns wieder auf unser Kerngeschäft konzentrieren», sagte Stefan Baier: «Wir machen Kultur.»
  • Mai 2014: Es wird bekannt, dass der Stadtrat den «Alten Bären» verkaufen will. Der lang gehegte Traum eines Kulturzentrums in der Zehntenscheune und im «Alten Bären» ist somit geplatzt. Völlig überraschend kam dieser Entscheid zwar nicht, trotzdem drückte der Verein sein Bedauern aus. Bereits zu diesem Zeitpunkt fuhren die Verantwortlichen ihre Aktivitäten auf ein Minimum zurück.
  • Januar 2017: Die ehemalige Brocki beim Bahnhof soll zum Quartiertreffpunkt mit Raum fürs Kreative werden. Dafür verantwortlich ist nicht der Verein Kultur Krone Dietikon, sondern der neue Verein Gleis 21. Das Präsidium des neuen Vereins wird an der letzten Generalversammlung von Kultur Krone Dietikon präsent sein und über seine Aktivitäten informieren.