Alltagshilfen auf dem neusten Stand

Dietikon Nach dem Ende des Samaritervereins wird der Verleih von Krankenmobilien weitergeführt

Aleksandra Hiltmann
Drucken
Teilen
Engagierten sich im neuen Verein Krankenmobilien Limmattal (v. l.): Margrith Stähli, Karl Karrer und Arnold Frauenfelder. AHI

Engagierten sich im neuen Verein Krankenmobilien Limmattal (v. l.): Margrith Stähli, Karl Karrer und Arnold Frauenfelder. AHI

Das vormals vom Samariterverein Dietikon geführte Krankenmobilienmagazin wird neu vom Verein Krankenmobilien Limmattal geführt. Nachdem der Samariterverein am
7. September 2011 aufgrund von Nachwuchsproblemen aufgelöst wurde, war es vier engagierten Samaritern ein Anliegen, dass das Krankenmobilienmagazin bestehen bleibt. «Für ältere Leute ist es wichtig, dass sie Krankenmobilien vor Ort ausleihen können», sagt Vorstandsmitglied Arnold Frauenfelder. Das Magazin befindet sich nach wie vor im Untergeschoss des Alters- und Gesundheitszentrums an der Oberdorfstrasse.

Verleih mit Beratung

Die Hilfsmittel werden an kranke und pflegebedürftige Personen und deren Angehörigen zu günstigen Konditionen abgegeben, so Vizepräsident Willi Karrer. Das Angebot umfasst vom Badelift über Infusionsständer bis zum Nachtstuhl alle möglichen Alltagshilfen. Eine detaillierte Liste der Krankenmobilien und deren Verleihpreisen sind auf der Homepage des Vereins zu finden. Zudem weise die Regio Spitex ihre Klienten an das Krankenmobilienmagazin, so Vorstandsmitglied Margrith Stähli.

Personen, die das Magazin aufsuchen, werden genau instruiert, so Karrer. Es sei manchmal ein Ausprobieren, bis das passende Gerät gefunden werde, so Frauenfelder. Gerne kümmere man sich jedoch um die individuellen Bedürfnisse der Klienten.

Der Ehrenpräsident des vormaligen Samaritervereins ist seit vielen Jahren im Krankenmobilienmagazin involviert und kennt sich mit dem Angebot bestens aus. «Rollstühle werden eher selten ausgeliehen», sagt er. Die Leute würden zuerst einfachere, praktischere Gehhilfen ausleihen. Am häufigsten werden Rollatoren ausgeliehen. Auch Duschbretter und WC-Aufsätze sind vor allem bei älteren Personen gefragt. Jüngere Klienten benötigen dagegen eher Krücken für einen gebrochenen oder verstauchten Fuss.

Der Verein lebt von Mietzinseinnahmen und Spenden. Man arbeite kostendeckend, nicht gewinnorientiert, sagt Stähli. Investiert wird gezielt in neu auf dem Markt erschienene Krankenmobilien. «Wir versuchen, unseren Klienten neuwertiges, gutes Material anzubieten», so Frauenfelder. Laut Karrer ist aber ein Abwägen von Angebot und Nachfrage gefragt. Ein kostenintensiv beschafftes Gerät sei finanziell nicht tragbar, wenn es nur selten verliehen werde.

Unterstützung willkommen

Laut Stähli ist der Aufbau des im September gegründeten Vereins sehr zeitintensiv. Doch auch ihr war wichtig, dass der Krankenmobilienverleih bestehen bleibt. Als sich der Samariterverein, der das Magazin über Jahre geführt hatte, auflöste, seien zwei Institutionen als Träger im Gespräch gewesen. Doch weder die Regio Spitex noch das Dietiker Alterszentrum konnten sich dazu entschliessen, den Verleih zu übernehmen.

Zurzeit hat Stähli gleich vier Ämter inne: Sie kümmert sich um die Kasse, das Protokoll, das Aktuariat und den Internetauftritt. Deshalb würde man sich ausgesprochen über Unterstützung im Vorstand freuen, sagt sie. Reguläre Mitglieder seien ebenfalls sehr willkommen, so Stähli. Diese erhalten durch ihr Stimm- und Wahlrecht unter anderem die Möglichkeit, die Zukunft des Vereins mitzugestalten.