Naturschutz
«Allmendli»: Hier entsteht mehr Lebensraum für Feuersalamander

Der Natur- und Vogelschutzverein Urdorf wertet das Naturschutzgebiet «Allmendli» auf. Das Waldstück an der Grenze zwischen Urdorf und Dietikon bietet Lebensraum für unzählige Amphibien und Reptilien.

Florian Schmitz
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Die tieferen Wassergräben dienen den ansässigen Amphibien und Reptilien als zusätzlichen Lebensraum.

Die tieferen Wassergräben dienen den ansässigen Amphibien und Reptilien als zusätzlichen Lebensraum.

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In der Urdorfer «Allmendli», einem Waldstück, das als überkommunales Schutzgebiet verzeichnet ist, fühlen sich im Frühling und Sommer nicht nur Spaziergänger wohl. Das Feuchtgebiet bietet Kröten und Fröschen ein Heim und beherbergt insgesamt eine grosse Vielfalt an Amphibien und Reptilien wie Feuersalamander oder Bergmolche.

Der Natur- und Vogelschutzverein (NVV) Urdorf pflegt das Gebiet seit Jahrzehnten mit einer jährlichen Mahd im Herbst. Im Rahmen des Projekts «100xZüriNatur» stellte der NVV in der Allmendli zusätzlich einen Naturschutz Aktionstag auf die Beine, um den Lebensraum der heimischen Tierarten aufzuwerten und gleichzeitig Interessierten das vielfältige Gebiet näher zu bringen.

Gut eingepackt und mit Spaten ausgerüstet macht sich die Gruppe der freiwilligen Helfer am Samstagmorgen an die Arbeit. Ziel ist es, die fast komplett zugewachsenen Entwässerungsgräben wieder tiefer auszuheben, um mit den neu entstehenden Wasserstellen mehr Lebensraum für die ansässigen Tierarten zu schaffen, wie Peder Zipperlen vom Natur- und Vogelschutzverein Urdorf erklärt.

Als Zipperlen sagt, dass die Gräben direkt an der Grenze zwischen Urdorf und Dietikon liegen, kommt prompt die gespielt empörte Reaktion: «Was? Wir arbeiten hier für Dietikon?», gefolgt von Lachen. Die Stimmung ist gut und auch die Jüngsten unter den motivierten Helfern greifen beherzt zum Spaten.

«Später im Jahr können wir keine Arbeiten mehr ausführen», begründet Zipperlen die Terminwahl Ende Februar. Denn ab März holt sich die spriessende Vegetation das Feuchtgebiet wieder zurück und verdrängt den Menschen an den Rand.

Allerdings lässt es sich hier an der gemütlichen Grillstelle direkt neben dem Waldstück auch ganz gut verweilen. Die letzten Schneefelder werden dann durch blühend weisse Blumenfelder ersetzt und die Natur nimmt vor dem Auge des Menschen ihren Lauf.

Zu beobachten und zu hören gibt es so manches, denn wenn im Frühling die Frösche und Kröten zur Laichzeit in das Gebiet strömen und später unzählige Kaulquappen die Wassertümpel bevölkern, wird das Allmendli wieder nur so vor Leben strotzen.