Die Ankündigung der beiden alt Regierungsräte Rita Fuhrer (Zürich) und Thomas Pfisterer (Aargau), die geplante Limmattalbahn zu promoten, kommt im Limmattal unterschiedlich gut an. Positive Reaktionen waren bislang vonseiten der direkt betroffenen Gemeinden zu hören, namentlich Dietikon und Schlieren.

Wie gut tut Fuhrer dem Limmattal?

In Leserbriefen tönt es bislang weniger optimistisch. CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr aus Dietikon erinnert daran, dass sich Rita Fuhrer zu ihrer Aktivzeit als Volkswirtschaftsdirektorin für den Gateway Limmattal, und somit für mehr Lärm und Stau eingesetzt habe. Auch beim Gubrist-Tunnelprojekt habe Fuhrer eine für das Limmattal unglückliche Haltung gezeigt. Die A1-Überdeckung in Weiningen sei in ihrer Ägide gestrichen worden. Heute kämpft Weiningen für die Wiederaufnahme des Proejekts. Wiederkehr wirft die Frage auf, mit welcher Motivation Fuhrer für die Limmattalbahn kämpfen will. Wiederkehr selbst befürwortet grundsätzlich die Limmattalbahn.

Auch Dietikons alt Politiker Marcel Achermann meldet sich skeptisch zu Wort und verweist darauf, dass Fuhrer damals dem Limmattal nur mehr Fluglärm gebracht habe. Er plädiert dafür, der Allianz Pro Limmattalbahn von Fuhrer und Pfisterer kein Geld zu geben.

Derzeit fällen die Gemeindeexekutiven im Limmattal Beitragsentscheide. Dietikon, Urdorf und Killwangen haben Gelder gesprochen. In anderen Gemeinden ist der Entscheid hängig.

Die Ablehnung des Spitalquartiers

Als weitere Stimme meldet sich der Schlieremer Felix Kissling, der sich ganz gegen die Limmattalbahn wendet. Das ist kein Wunder, wohnt er doch im Spitalstrassenquartier. Dort steht man dem Bahnprojekt ablehnend gegenüber. Sie verunstalte das Quartier heisst es mit Vorliebe. Die geforderte Untertunnelung des Quartiers ist wenig realistisch, verursacht sie doch geschätzte Zusatzkosten in Höhe von 30 Millionen Franken. Weil nicht aus dem Limmattal hätten Fuhrer und Pfisterer auch nichts zum Thema zu sagen, so die Argumentation von Kissling.

Die Allianz Pro Limmattalbahn bezeichnet sich als unabhängig und will sich für die Bahn einsetzen, die dereinst von der Stimmbevölkerung bewilligt werden muss.