Dietikon
Alles nur Test: Giftgrün gefärbte Reppisch sorgt für Verwirrung

Am Dienstagabend präsentierte sich die Reppisch in Dietikon plötzlich giftgrün. Doch was hat die sonderbare Färbung verursacht? Schädliche Chemikalien? Andere giftige Substanzen? Die Gerüchteküche brodelte.

Matthias Kessler
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Die Reppisch am Dienstagabend um gegen 21 Uhr

Die Reppisch am Dienstagabend um gegen 21 Uhr

Zur Verfügung gestellt

Die Gerüchteküche brodelte bereits, als Paul Ruffiner, Stabs-Offizier bei der Feuerwehr Dietikon, am Dienstagabend kurz nach 21 Uhr, kurz nachdem der erste Alarm eingegangen war, bei der Reppischbrücke am Ende der Bühlstrasse eintraf. Viele Schaulustige hatten sich eingefunden, um das, was sich einige Meter unter ihnen offenbarte, mit eigenen Augen zu sehen: eine giftgrüne eingefärbte Reppisch.

Die Frage, die allen unter den Nägel brannte: Was hat die sonderbare Färbung verursacht? Schädliche Chemikalien? Andere giftige Substanzen? Schnell machte eine Geschichte die Runde, wonach zwei Männer und eine Frau gesehen worden seien, wie sie PET-Flaschen mit unbekanntem Inhalt in den Fluss geleert hätten.

Entwarnung erst nach einigen Nachforschungen

Ruffiner konnte erst nach einigen Nachforschungen Entwarnung geben: Die Stadt selbst habe eine externe Firma damit beauftragt, verschiedene Wasserwege in Dietikon zu erforschen, erklärte er gestern Mittwochmorgen auf Anfrage der az Limmattaler Zeitung. Dazu hätten Mitarbeitende dieser Firma an verschiedenen Stellen Lebensmittelfarbe in den Fluss geleitet, um nachvollziehen zu können, wo das Wasser genau durchfliesse. «Die Reppisch war das einzige an der Oberfläche geführte Gewässer, das getestet wurde», so Ruffiner. Die Tests begannen vorgestern Dienstag um 13.30Uhr, gemäss Planung wurde dann um 19 Uhr Farbe in die Reppisch geleitet.

Die Untersuchung sei im Zusammenhang mit der Altlastensanierung auf dem ehemaligen Schellerareal in Auftrag gegeben worden, sagt Jürg Bösch, Leiter des Stadtplanungsamts. Dies, um ausschliessen zu können, dass noch belastende Stoffe ins Wasser gelangen könnten. Dass die Dietiker Feuerwehr nicht schon im Vorfeld über die Aktion informiert worden sei, so Bösch, sei ein Versehen. Der entsprechende Verteiler für solche Informationen werde angepasst.