Uitikon
Alles begann mit einer Gruppe Witwen

Als eine Gruppe Witwen in Uitikon es satt hatte, alleine zu Mittag zu essen, entschlossen sie sich, den «Mittagessen-Treff für Alleinstehende» zu gründen. Daraus ist der «Mittagessentreff für Alleinstehende & Paare» entstanden.

André Moita Saraiva
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Gemeinsames Mittagessen in Uitikon
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Bei den Mittagessen wird viel gelacht
Mit dem Treffen wollen die Teilnehmenden der Einsamkeit vorbeugen
Jeden 15. des Monats trifft man sich.

Gemeinsames Mittagessen in Uitikon

Die Organisation des Treffens hat Fredi Wiesmer vor einem Jahr übernommen. Damit wollte er den Treff für alle zugänglich zu machen und neue Gesichter begrüssen zu können. «Ein Erfolg», wie Wiesmer berichtet.

Die Teilnehmerliste sei im letzten Jahr erfreulich gestiegen. Schirmherrin des Ganzen ist die reformierte Kirche in Uitikon, die in der Person von Hannelore Biedermann dem Mittagessen-Treff ein neues Gesicht verliehen hat. Von nun an heisst es ganz einfach «Zmittag am 15.». Mit dem neuen Namen und Logo will man den Mittagstreff populärer machen und sich möglichst an ein breites Publikum richten.

Plattform für Treffen und Gespräche

Und so funktioniert es: Im «Gemeindekurier» und im «Chile Brief» wird bekannt gegeben, in welchem der Restaurants in der Gemeinde das nächste «Zmittag» stattfinden wird. Daraufhin kann man sich vom 16. eines jeden Monates bis zum 14. des Folgemonates bei Fredi Widmer für das «Zmittag» anmelden. Man trifft sich dann jeweils um 12 Uhr im abgemachten Restaurant zum Essen à la carte. «Jeder kann essen und trinken, was er will. Wir bieten ihnen nur die Plattform für ein Treffen und Unterhaltungen», so Wiesmer über den Ablauf der Treffen.

In einem «lang gezogenen Dorf wie Uitikon» erzählt Hannelore Biedermann, seien die Möglichkeiten für ein Aufeinandertreffen eingeschränkt. Deshalb müsse man der Vereinsamung der Leute entgegenwirken.

Die Teilnehmer am «Zmittag» schätzen den Dienst. Treffen auf unterschiedliche Leute aus der Gemeinde, die sie sonst kaum kennen würden. Vor allem für Senioren begrüssen den Teff auch, weil sie so einmal im Monat nichts für sich kochen müssen.

Phänomen Pommes frites

Ganz erstaunt sei man aufseiten der Organisatoren gewesen als an den ersten Treffen, viele der älteren Teilnehmer Pommes frites bestellt haben. Erst als diese erklärten, dass sie für sich alleine keine Portion Pommes zubereiten würden, da sich der Aufwand nicht lohne. Zudem seien sie froh, beim Mittagstreff jemanden zu haben, mit dem man die Portionen teilen könne.

Nebst der Organisation bietet Fredi Wiesmer, die gute Seele des «Zmittags», jeweils einen Fahrdienst an. Das heisst, wer nicht selbst zum Restaurant kommen kann, wird kostenlos abgeholt und wieder nach Hause gefahren.

Die Zukunft nehmen Hannelore Biedermann und Fredi Wiesmer auch schon in Angriff. Ihr Ziel ist es, mehr Teilnehmer zu gewinnen. Langfristig wollen sie jeweils Gruppen bilden, die für die anderen Teilnehmer kochen, und dies in einem Turnus, an dem alle teilnehmen.

Bis dahin freut man sich allerdings auf die Mittagessen am 15. jedes Monats.