Pensionierung
Alfred Borter: Sein Name steht für publizistische Qualität

Alfred Borter geht nach vier Jahrzehnten publizistischen Wirkens in Pension. Mit dem Redaktor der az Limmattaler Zeitung verlässt einer der profiliertesten Zürcher Journalisten die Polit- und Medienbühne. Als Senior Editor bleibt er dem Haus AZ Medien aber erhalten.

Jürg Krebs
Merken
Drucken
Teilen
Ansprache von Alfred Borter im Kantonsrat

Ansprache von Alfred Borter im Kantonsrat

Die Konkurrenz bezeichnet Alfred Borter als „Doyen des Zürcher Lokaljournalismus" (Tages-Anzeiger). Für das Zürcher Parlament ist er „das Gewissen des Kantonsrats". Peter Wanner, Verleger und VR-Präsident der AZ Medien AG zur der die az Limmattaler Zeitung gehört, würdige Borters Qualitätsjournalismus. Nun geht dieser unser Alfred Borter genau heute 65-jährig in Pension.

Borter verfolgt die Politik seit 38 Jahren hautnah

Borter startete seine Laufbahn 1974 bei der Zürichsee Zeitung (ZSZ), war ab 1979 gemeinsamer Berichterstatter von ZSZ und Badener Tagblatt, wechselte 1984 zur NZZ, bevor er 1989 zum Limmattaler Tagblatt, dem Vorgängertitel der az Limmattaler Zeitung kam. Dem Medienhaus AZ Medien AG von Verleger Peter Wanner blieb er seither 23 Jahre lang treu. Von 1990 an war Borter Chefredaktor des Limmattaler Tagblatts, bevor er 1995 für die Zeitung das «Redaktionsbüro Zürich» eröffnete und wo er bis zu seiner Pensionierung tätig war.

Kantonsrat verabschiedet «Doyen des Zürcher Lokaljournalismus»
6 Bilder
Nach seiner Rede vor den Kantonsratsfraktionen
Die höchste Auszeichnung des Kantonsrats an Nicht-Mitglieder: Die silberne Ehrenmedaille
Alfred Borter nimmt Gratulationen entgegen
Und dann hält er eine Ansprache

Kantonsrat verabschiedet «Doyen des Zürcher Lokaljournalismus»

Seit 1974 verfolgt Borter das politische Geschehen im Kanton Zürich und dessen Parlament. Alfred Borter erlebte Ulrich Bremi (FDP) noch als engagierten, aber national nahezu unbekannten Kantonsrat, bevor dieser einer der bedeutendsten Politiker und Wirtschaftsführer der Schweiz wurde. Borter sass im Rathaus an der Limmat, als ein anderes politisches Schwergewicht, Christoph Blocher, kam - und Ende der 1970er Jahre als Nationalrat weiter nach Bern zog, um den Aufstieg der SVP einzuleiten.

Borter weiss Erfahrung zu nutzen

Eine Jahrzehnte dauernde Berufserfahrung ist an sich noch kein Qualitätsmerkmal - ausser man weiss die Erfahrung und das gesammelte Wissen zu nutzen. Denn wer die Vergangenheit kennt, der kann die Gegenwart besser deuten. Alfred Borter kann das. Das hat er vielen Journalistenkollegen voraus.

Alfred Borter legt bis heute eine Neugierde für Themen und Personen an den Tag, obwohl die Inhalte und Charakteren sich in unterschiedlicher Form und Ausprägung über die Jahrzehnte ständig wiederholten. Diese Neugierde, den Spass an der Arbeit lässt ihn als Journalist in Pension gehen. Das schaffen nicht viele. So mancher unserer Kollegen wechselt «auf die andere Seite», wird Mediensprecher, PR-Verantwortlicher - nicht so Alfred Borter.

Borter der Senior Editor

Er beobachtete und schrieb - in seiner ihm ganz eigenen Ruhe und Gelassenheit. Das wird er trotz Pensionierung auch künftig tun. Als Senior Editor bleibt er der az Limmattaler Zeitung erhalten. Er hat von nun an das Privileg, seine Themen selbst auswählen zu können und dann zu schreiben, wenn er Lust dazu verspürt.