Schlieren
Aktiver Umweltschutz am Haselmoosweiher

Zu den verborgenen Schätzen des Schlieremer Waldes gehört auch der Haselmoosweiher. Nicht weit vom Wohngebiet entfernt und doch versteckt im Wald gelegen, bietet dieser Weiher ein ideales Naherholungsgebiet für Naturverbundene.

Senada Haralcic
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Ohne den tatkräftigen Einsatz der «Schwalbe» würde es den Haselmoosweiher bald nicht mehr geben.

Ohne den tatkräftigen Einsatz der «Schwalbe» würde es den Haselmoosweiher bald nicht mehr geben.

Senada Haralcic

Jogger, Spaziergänger oder auch jene, die gerne in Ruhe ihre Zeitung lesen, verweilen rund um das Gewässer, denn dieses ist dank seiner Vielfalt an Flora und Fauna eine wahre Augenweide: Teichrosen, Laichkraut, gelbe Schwertlilien, Falter und Frösche befinden sich rund um den Haselmoosweiher und würden ohne Wasser gar nicht im Wald überleben.

Doch das frische Quellwasser ist nicht die einzige Voraussetzung für den Erhalt dieses Weihers, ebenso benötigt er viel Licht und somit auch den Einsatz von tüchtigen Arbeitern.

«Würde man der Natur ihren Lauf lassen, würde es den Haselmoosweiher gar nicht geben», erzählt Nino Kuhn, der sich als Mitglied des Vogel- und Naturschutzvereins «Schwalbe» ebenfalls zu den Helfern zählt.

Armleuchteralgen als Problem

In der Natur sind die Algen mit dem skurrilen Namen auch bekannt als Zeichen für gute Wasserqualität. Im Haselmoosweiher verbreiten sich diese jedoch so schnell, dass sie wie Watte das Wasser aufsaugen und den anderen Pflanzen und Tieren den Lebensraum wegnehmen: «Einmal im Jahr versammeln wir uns hier und befreien den Weiher von den wuchernden Algen. Wir entfernen auch alles andere, was sich sehr schnell verbreitet und viel Licht nimmt», sagt Kuhn, der sich als ehemaliger Forstingenieur mit der Biodiversität bestens auskennt.

Der Weiher als Kulturobjekt

Was auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen ist: Den Haselmoosweiher würde es ohne den Einfluss der Menschheit gar nicht geben. Er entstand vor vielen Jahren, als man für die Schlieremer Mühlen und Sägereien noch viel Wasser benötigte: «Der Haselmoosweiher war als Reserve gedacht, falls der Müliweiher nicht genug Wasser lieferte. Ich habe hier drei Quellen entdeckt, die unsere Vorfahren damals gestaut haben und somit das Gewässer entstehen liessen», erzählt der Forstingenieur und fügt noch hinzu: «Es ist wahrlich ein Kulturobjekt, früher nützlich für die Industrie, und heute wollen wir diesen schönen Weiher erhalten, um die Pracht der Artenvielfalt zu geniessen». Obwohl nicht viele Helfer den anwesenden Mitgliedern der «Schwalbe» unter die Arme griffen, freuten sich alle über den schönen Tag im Wald. Die Stadt Schlieren offerierte zu diesem Anlass Speis und Trank.