Aesch

Aescher Schüler schnuppern Zirkusluft in Projektwoche

In der Aescher Schule stellen die knapp 90 Schülerinnen und Schüler einen Zirkus auf die Beine. Das altersübergreifende Projekt ist ein Beitrag an das 888-Jahr-Jubiläum des Dorfes.

So sollte Schule immer sein. Die knapp 90 Schülerinnen und Schüler der Aescher Primarschule und des Kindergartens kichern, lachen, grölen und sind hingerissen. Es ist Morgen im grossen Zirkuszelt, und Animator Tommy Müller führt mit ihnen eine Aufwärmübung durch. Sie spielen ein Pferderennen. Dabei satteln sie imaginär ein Pferd, reiten in eine Links-, dann wieder in eine Rechtskurve, springen über Hindernisse, preschen über eine Holzbrücke, und das alles von ihrem Sitzplatz aus.

Zusammengehörigkeit fördern

Es ist Zirkuszeit diese Woche in der Aescher Schule. Unter diesem Motto steht heuer die alle zwei Jahre stattfindende Projektwoche. Schulleiter Werner Baumann und seine Lehrerschaft möchten das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken, auch das zwischen Schule und Eltern. Er ist deshalb auch des Lobes voll über die vielen Elternteile, die eine ganze Woche lang mitmachen und die einzelnen Gruppen mitbetreuen.

Die Schule hat aber auch Übung darin. «Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gruppen ist Kultur bei uns, wegen der Grösse der Schule. Bei Skilager, Weihnachtsfeier, Sporttag und eben Projektwochen arbeiten die Schüler immer gemischt zusammen», preist Baumann die Vorteilen der kleinen Schule.

«Tiger sprechen nicht»

Szenenwechsel: Nach der Aufwärmrunde schwärmen die Gruppen aus, verteilen sich in den Schulzimmern und beginnen zu üben. Die Raubtiergruppe wird von Daniel Aschwanden didaktisch geschickt geführt. Als die Gruppe etwas überbordet, ruft er: «Ruhe, Tiger sprechen nicht.» Das begreifen die Kinder schnell, die zuerst lernen müssen, sich dem Publikum zuzukehren. Jawohl, Publikum. Denn bald haben sie den grossen Tag und werden im mit 350 Zuschauern voll besetzten Zelt ihre Nummer darbieten.

Bis dahin will noch einiges eingeübt sein. Etwa der Gang eines Tigers. Oder die Tigerpyramide mit drei Kindern, die so einfach gar nicht ist. Schliesslich muss sich einer der Gruppe als Dompteur geben – keine leichte Wahl.

Beitrag zur 888-Jahr-Feier

Die Kinder durften aus drei von neun dargebotenen Nummern auswählen. Für eine mussten sie sich entscheiden. So werden Zauberer, Tiere, Seiltänzer, Fakire, Akrobaten, Clowns, Jongleure und Trapezkünstler die Zuschauer erfreuen. Rund 12000 Franken hat sich die Schule die Woche kosten lassen. «Etwas mehr als sonst, denn wir feiern dieses Jahr das 888-jährige Bestehen des Dorfes», erklärt der Schulleiter.

Die Fakire werden bestimmt die volle Aufmerksamkeit des Publikums geniessen können. Spektakulär sind ihre Feuernummern. Da braucht es beim Üben schon mal ziemlich Mut. Nicht jeder Schüler kommt auf Anhieb zu Daniel Aschwanden und lässt sich den Finger oder den Unterarm mit Feuer anstecken. Doch die Kinder haben Vertrauen in den Profi. Einer nach dem anderen geht nach vorne und löscht, mal hastig, mal ganz cool, den «Finger-» oder «Unterarmbrand» aus.

Die Aufführung des Circus Balloni, findet morgen Freitag um 19 Uhr statt. Eine Reservation ist obligatorisch.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1