Eine weitere Hürde beim Aescher Entwicklungsgebiet Heligenmatt-Feltsch ist genommen. Vergangene Woche legte die Gemeinde einen in gewissen Punkten abgeänderten Quartierplan neu auf. Darin Einfluss fand der Rekurs einer Grundeigentümerpartei, dem eine aussergerichtliche, informelle Einigung zuvorging.

Stein des Anstosses sei die Lage einer grösseren Transformatorenstation gewesen, sagt Gemeindeschreiberin Claudia Trutmann auf Anfrage. Laut angefochtenem Quartierplan hätte diese oberirdisch realisiert werden sollen, nun wird sie jedoch unter der Erdoberfläche und an einer anderen Stelle gebaut. Der Besitzer des Grundstücks, auf welchem eine Parzelle für den Bau der Trafo-Station ausgeschieden wird, habe deswegen beim Baurekursgericht gegen die Festsetzung des Quartierplans rekurriert. Das Rekursverfahren wurde daraufhin sistiert, die Gemeinde begann Verhandlungen mit dem Rekurrenten.

Mehrkosten von 110 000 Franken

Wie die Gemeinde nun mitteilt, habe man sich aussergerichtlich und informell geeinigt. Durch die unterirdische Realisierung der Trafostation entstehen Mehrkosten von 110 000 Franken. Diese werden zu 50 Prozent vom rekurrierenden Grundeigentümer übernommen. Die anderen 50 Prozent entfallen auf den Quartierplan, sprich auf die Gesamtheit der Grundeigentümer.

Gehen im Rahmen der dreissigtägigen Frist keine Rekurse gegen die revidierten Punkte ein, dann wird die Festsetzung rechtskräftig. Im Anschluss muss der Quartierplan vom Kanton genehmigt werden. Erst dann kann der Bau der darin vorgesehenen Strassen und Werkleitungen in Angriff genommen werden — zumindest theoretisch. Denn diese Arbeiten werden in der Regel durch die erste Baueingabe ausgelöst, wie Trutmann erklärt. Die Projektierung und der Bau der Strassen, Wasser- und Abwasserleitungen sowie Werkleitungstrassees erfolgt durch die Gemeinde, die Grundeigentümer kommen derweil für die Kosten auf. Diese Anlagen gehen nach Fertigstellung ins Eigentum der Gemeinde über. Stromleitungen und Kabelnetzleitungen bauen die Werkeigentümer.

Die weit fortgeschrittene Groberschliessung des Entwicklungsgebiets stellt die öffentliche Hand. Der Kreisel und eine Anschlussstrasse ins Quartier befinden sich im Bau. Der Bachdurchlass ist bereits fertiggestellt. Eine Verbindung der Grossacherstrasse und des Föhrenwegs mit den Quartierstrassen sowie der Bau der ersten Werkleitungen beim oberen Chilegässli sind im Gang. Der Stapelkanal für das Abwasser soll Ende Jahr gebaut werden.

Es gibt Grundeigentümer, die bereits weit fortgeschrittene Projekte hätten, so Trutmann. Die Feinerschliessung dieser Grundstücke werde deshalb noch dieses Jahr geplant. «Die Bewilligung von privaten Bauvorhaben kann jedoch erst nach Genehmigung des Quartierplans erfolgen», sagt sie. Gemeindeschreiberin Claudia Trutmann hofft, dass die kleineren Änderungen und Ergänzungen des Quartierplans sowie die Verlegung der Trafo-Station von den Grundeigentümern akzeptiert werden. «Dies wäre ein Meilenstein in der rund 50-jährigen Geschichte des Quartierplans Heligenmatt-Feltsch.»