Wahlen

Aesch: Auf Susanne Burla folgt Janine Vannaz als Gemeinderätin

Am 30. März werfen die Aescher einen Stimmzettel in die Urne, worauf fünf Namen Platz finden und ebenso viele zur Auswahl stehen. (Symbolbild)

Am 30. März werfen die Aescher einen Stimmzettel in die Urne, worauf fünf Namen Platz finden und ebenso viele zur Auswahl stehen. (Symbolbild)

Zwar gibt es am 30. März keine Kampfwahl um die Sitze im Aescher Gemeinderat, dafür kommt frischer Wind in die Exekutive. Ausser der parteilosen Janine Vannaz sind alle anderen Kandidaten Bisherige.

Einigen Frauen im Gemeindehaus habe man die Enttäuschung im Gesicht ablesen können, hiess es vor acht Jahren in dieser Zeitung. Grund: Roland Helfenberger und Ruth Hofstetter-Kümmerli kamen damals bei den Gesamterneuerungswahlen auf dieselbe Stimmenzahl und mussten ihre politische Zukunft dem Losentscheid überlassen. Dieser fiel bekanntermassen zuungunsten der Frau aus. Die Erleichterung dürfte daher gross gewesen sein, als bekannt wurde, dass der Frauenanteil nun nicht bei null zu liegen kommt, nachdem Susanne Burla (parteilos) nicht wieder antritt. Janine Vannaz (parteilos) soll in ihre Fussstapfen treten.

Alle anderen Kandidaten sind Bisherige. Der vor vier Jahren ins Präsidium gewählte Johann Jahn (Forum) stellt sich wieder für dieses Amt zur Verfügung. Er ist zudem Kultur-, Volkswirtschfts- und Wahlbürovorsteher. Auch der Finanz- und Sicherheitsvorsteher Diego Bonato (SVP), der Werk- und Gesundheitsvorsteher Roland Helfenberger (SVP) sowie der Hochbau- und Liegenschaftsvorstand Max Holliger (FDP) haben sich für eine erneute Kandidatur entschieden.

Die Geschichte der Aescher Dorfpolitik ist geprägt von einer kleinen oder gar keiner Auswahl bei Gesamterneuerungswahlen. Mit Ausnahme von der eingangs geschilderten Wahl aus dem Jahr 2006, fand letztmals im Jahr 1982 eine Kampfwahl statt.

Es fällt auf, dass Aeschs Politik von den Themenkreisen Wachstum und Integration geprägt sein wird. In den kommenden Jahren werden in Aesch mehrere hundert Einwohner hinzukommen, einen Wachstumsschub hat die Gemeinde bereits hinter sich. So sind die – vorausgesetzt sie schaffen das absolute Mehr – schon so gut wie gewählten Gemeinderäte darauf bedacht, Begegnungsräume zu schaffen. Orte, wo die neuen Aescher auf die alt Eingesessenen treffen. Solche Orte des Austauschs braucht es bei einem derartigen Wandel, wie ihn Aesch derzeit erlebt.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

An Neuzuzüger-Apéros, Märkten und Mittagstischen, wo man miteinander ins Gespräch kommt, wird hoffentlich auch über Politik debattiert. Schön wäre, wenn den neuen Bewohnern die Teilnahme an der Aescher Politik schmackhaft gemacht würde. Denn, was am 30. März in Aesch geschehen wird, kann nicht wirklich als Wahl bezeichnet werden, da den Stimmberechtigten keine Auswahl bleibt.

Aesch macht daher alles richtig, wenn es darauf erpicht ist, die neuen Nachbarn, Mitschüler und Pendlerkollegen ins Dorfgeschehen einzubinden. So entwickeln die neuen Nachbarn und Freunde – hoffentlich – ein Interesse und daraus resultierend eine Motivation, auch in der kommunalen Politik etwas zu bewegen. Am 30. März werfen die Aescher einen Stimmzettel in die Urne, worauf fünf Namen Platz finden und ebenso viele zur Auswahl stehen. Mehr Spannung gäbe es, wenn der eine oder andere neue Bewohner Aeschs sich in vier Jahren zur Wahl stellt und damit für eine richtige Auswahlmöglichkeit sorgt.

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