Urdorf
Adrenalinstösse, Gemütlichkeit und eine ungewisse Zukunft

Auch die 35. Urdorfer Chilbi war weit mehr als nur Bahnen, Frühschoppenkonzert, Flohmarkt, Raclette und Schiessbuden und lockte hunderte Besucher an. Wo die Chilbi aber in Zukunft stattfinden soll, ist noch unklar.

Christian Murer (Text und Fotos)
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Leuchtende Kinderaugen gabs auf dem Kinderkarussell «Fantasy Road».
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Lockere Stimmung herrschte im Zelt der Clique Schäflibach.
Ein Highlight jeder Chilbi: die Autoscooter.
Schleckwaren gehören zu jedem Chilbiplausch.
Chilbi in Urdorf

Leuchtende Kinderaugen gabs auf dem Kinderkarussell «Fantasy Road».

Auch die 35. Urdorfer Chilbi war weit mehr als nur Bahnen, Frühschoppenkonzert, Flohmarkt, Raclette und Schiessbuden. So flanierte die kunterbunte Multikultigeneration am vergangenen Wochenende friedlich zwischen den dreissig Marktständen, den fünfzehn Festbeizen und den sechs Bahnen. Furchtlose holten sich ihren Adrenalinstoss auf Fahrgeschäften wie beispielsweise bei der «XenoX-Loop-Loaster»- oder der «Scorpion»-Bahn.

Dreikäsehochs auf dem Riesentrampolin

Wer es etwas weniger turbulent wollte, nahm das gute alte Karussell «Fantasy Road», das romantisches Kinderglück symbolisierte. Andere Dreikäsehochs tobten sich auf dem Riesentrampolin aus. Um die flippigen Autoscooter scharten sich die Teenager und versuchten sich mit mehr oder weniger geglückten Fahrmanövern an den plumpen, aber dennoch wendigen und scheinbar unzerstörbaren Karren. «Diese Bahn ist wirklich super», fanden Yunus und Joël aus Urdorf. Anschliessend testeten die zwei Jungs ihre Kräfte beim Boxsack.

In den gemütlichen Festbeizen liessen sich die Chilbigäste kulinarisch verwöhnen. Hier warteten unter anderem ein Fondue, Raclette, Rösti in allen Variationen oder im grossen Zelt der Clique Schäflibach Pommes und Gebratenes. An allen Ecken und Enden duftete es nach Bratwürsten, Crêpes oder Chnoblibrot. So konnten diejenigen, denen sich nur schon beim Anblick einer Berg-und-Tal-Fahrt-Bahn der Magen drehte, ihre Augen auch an den zahlreichen Ständen der Marktfahrer mit ihrem breiten Angebot weiden. Dieses reichte von Schmuck über Winterkleider und Spielzeuge bis zu Zuckerwatte, Schoggibananen, Magenbrot, gebrannten Mandeln und weiteren Schleckereien. Allemal gabs für alle Geschmäcker etwas zu sehen oder zu naschen.

Wie geht es mit der Chilbi weiter?

An der diesjährigen Urdorfer Chilbi konnte man zum letzten Mal zwischen den beiden Plätzen Zwüschenbächen und Spitzacker bummeln. Denn im kommenden Jahr wird auf dem Spitzacker gebaut. Dazu sagt OK-Chef René Ruf: «Bezüglich der Zukunft der Chilbi sind wir mit der Gemeinde im Gespräch.» Der Vorstand hätte auch die Verträge der Fahrgeschäfte um weitere fünf Jahre verlängert. «Der Mix aus Marktfahrern, Schaustellern und Vereinen wird also auf dem erweiterten Parkplatz Zwüschenbächen weitergehen», so René Ruf.