Limmattal
Acapulco Stage Divers: In Stop-Motion quer durch Zürich

1000 Gründe waren es im Endeffekt nicht, die die «Acapulco Stage Divers» dazu bewogen haben, den zweiten Videoclip in ihrer Bandgeschichte aufzunehmen. Doch 1000 Gründe heisst die Single, deren Clip am Sonntag uraufgeführt wird.

Sandro Zimmerli
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«Ich wollte einfach einen Clip drehen, und zwar möglichst ohne Budget», sagte Oli Müller. Der Bassist ist bei der Limmattaler Band für die Technik zuständig und zeichnet in dieser Funktion für die Umsetzung der Idee verantwortlich (die az Limmattaler Zeitung berichtete).

Entstanden ist gemäss dieser Vorgabe ein vierminütiger Film, in dem sich die fünf Bandmitglieder im Stop-Motion-Verfahren durch Zürich und über den Werkhof der Baufirma Esslinger in Unterengstringen bewegen. Am Sonntag feierte er im Restaurant «El Luchador» in Zürich Premiere. Zu sehen gibt es den Clip ab sofort auf Youtube.

Vieles ist spontan entstanden

«Weil wir mit geringem Geldeinsatz drehen wollten, wäre es naheliegend gewesen, uns mit den Instrumenten in der Hand zu filmen», erklärte Müller nach der Erstausstrahlung. Doch das sei langweilig. Er habe es spannender gefunden, einen Stop-Motion-Clip zu drehen. «Dabei war mir wichtig, dass echte Menschen im Video auftreten und nicht gezeichnete Figuren», hält er fest. Bei den Dreharbeiten habe man bewusst auf eine kleine Crew zurückgegriffen. Vieles sei deshalb spontan entstanden.

Gleiches gilt für den ausgewählten Song «1000 Gründe». «Als ich mir das Lied anhörte, habe ich mir gedacht, dass meine Idee gut zu diesem Song passen würde», sagte Müller. Der Track befindet sich auf der EP «Ich bin Geschichte», die am 22. September erscheint. Auch dann werden die «Acapulco Stage Divers» wieder zu einer Taufe laden - dieses Mal ins Restaurant Viadukt in Zürich. Für Ende 2013 ist bereits ein weiteres Album in Planung.

Obschon die Band äusserst produktiv ist, gehen alle fünf Mitglieder nach wie vor einer geregelten Arbeit nach. «Kultur heisst für uns, dass man etwas zusammen teilt. Wir wollen nicht weltberühmt werden. Das überlassen wir Gölä», sagte Sänger Thomas Hoffmann.