Ab 1. Januar 2019 wird es die Kirchgemeinde Zürich geben. Die reformierten Stimmberechtigten der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen haben die Kirchgemeindeordnung mit 91,5 Prozent gutgeheissen. Dies war der letzte Baustein, der zur Gründung der neuen Kirchgemeinde noch fehlte.

Insgesamt 24 571 Stimmberechtigte sagten Ja zu der Vorlage, 2289 stimmten dagegen. Die Stimmbeteiligung lag bei 43 Prozent. In Oberengstringen lag der Ja-Stimmen-Anteil ebenfalls bei 91,5 Prozent. 472 Stimmberechtigte sprachen sich für die Kirchgemeindeordnung aus, 44 dagegen. Die Stimmbeteiligung lag bei 42,5 Prozent.

32 Kirchgemeinden des bisherigen Stadtverbandes schliessen sich nun zur Kirchgemeinde Zürich zusammen. Diese wird mit rund 80 000 Mitgliedern die grösste der Schweiz sein. Hirzenbach und Witikon werden am Zusammenschluss nicht teilnehmen. Mit den beiden konnte jedoch eine Vereinbarung über die strittigen Punkte getroffen werden, die eine Übergangsregelung von fünf Jahren vorsieht.

Die Kirchgemeindeordnung ist die Verfassung der Kirchgemeinde Zürich. Darin werden Organisation und Zuständigkeit der Organe in Grundzügen geregelt. Vorgesehen ist ein Kirchgemeindeparlament mit 45 Mitgliedern. Dieses wird ebenso wie die sieben Mitglieder der Kirchenpflege direkt vom Volk gewählt. Das Gemeindegebiet wird in zehn Kirchenkreise gegliedert. (az/sda)