Die Urnenabstimmung vom 28. Februar hat es für die Uitiker in sich: Neben den insgesamt acht nationalen und kantonalen Vorlagen befindet die Stimmbevölkerung dort auch über drei Kredite in der Höhe von insgesamt 9,4 Millionen Franken. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den Geschäften auf einen Blick:

Die emotionalste Vorlage auf Gemeindeebene dürfte die wärmetechnische und elektrische Teilsanierung des Hallenbades sein.

Der Kredit, den der Gemeinderat dafür genehmigen lassen will, beläuft sich auf knapp 1,4 Millionen Franken. Damit werden aber nicht nur die dringendsten Mängel der Anlage behoben.

Im Kredit enthalten sind auch die Installation eines Drehkreuzes im Eingangsbereich sowie die Modernisierung des Verkaufsautomaten, Verbesserungen der Garderoben und der Sauna sowie eine Erweiterung des Fitnessbereichs.

«Um den Kundenbedürfnissen entgegenzukommen», soll die Wand zum Massageraum durchbrochen und der Fitnessraum um 29 Quadratmeter erweitert werden, schreibt der Gemeinderat in der Weisung. Das Angebot soll zudem «mit zusätzlichen Geräten» ergänzt werden.

Insgesamt sind am Hallenbad in den nächsten Jahren Sanierungsarbeiten in der Höhe von über 5 Millionen Franken nötig.

Der Gemeinderat ist unter anderem «aus finanzpolitischen Überlegungen» aber zum Schluss gekommen, die Sanierung zu staffeln.

Die nun vorliegende erste Etappe wird voraussichtlich einiges günstiger ausfallen, als bei der Projektierung angenommen: Ursprünglich rechnete die Gemeinde für diese dringlichsten Arbeiten mit Ausgaben von insgesamt 3,3 Millionen.

Der nun veranschlagte Kredit soll gemäss Gemeinderat «die Zeit bis zur Notwendigkeit weiterer Sanierungen im Jahr 2020» überbrücken.

Dieses Vorgehen soll dabei helfen, die durch den Neubau des Werkhofes, dem Ausbau des Fussballplatzes Sürenloh und der Erschliessung des neuen Quartiers Leuen stark belastete Investitionsrechnung der politischen Gemeinde zu entlasten.

Den grössten Kostenpunkt unter den drei Kreditvorlagen bildet der Ausbau des gemeindeeigenen Mehrzweckkommunikationsnetzes zu einem Glasfasernetz. Geplant ist, für rund 5,2 Millionen Franken die heutige Kupfer-Glasfaser-Technik, über welche die Uitiker Bevölkerung Dienstleistungen wie Radio und TV, Internet und Telefonie beziehen kann, auf leistungsfähigere Glasfasern umzurüsten.

Dies sei nötig, schreibt der Gemeinderat in der Weisung, «um weiterhin zeitgemässe und wettbewerbsfähige Leistungen anbieten zu können».

Die Kosten dieser Erneuerung sollen jedoch den Steuerhaushalt mit keinem Rappen belasten. Die gesamte Investition samt Verzinsung und Abschreibung werde über die unveränderten Abonnementsgebühren finanziert werden können, so die Exekutive.

Im Vorfeld der Gemeindeversammlung vom vergangenen November, als das Geschäft zur Bereinigung vorgelegt wurde, forderte die FDP Uitikon, dass das neue Glasfasernetz «nicht mehr wie bisher nur durch einen Provider (Monopollösung) genutzt werden» könne, sondern auch Mitbewerbern offen stehe.

Heute tritt die Gemeinde als Service-Providerin auf und bezieht die verschiedenen Produkte von der Uitiker GIB-Solutions AG. Der Gemeinderat verspricht in der Weisung jedoch, dass die Anbietersituation im Rahmen der Modernisierung «an die neuen Gegebenheiten angepasst» würde.

Für insgesamt 2,7 Millionen Franken will die Gemeinde schliesslich die Alterswohnliegenschaften Altenweg 1 und 3 sanieren. Die 16 Wohneinheiten wurden 1978 bezogen.

Nach der langen Nutzungszeit müssen laut Gemeinderat nicht nur die Küchen und Bäder, sondern auch technische Einrichtungen erneuert werden. Um die Energiebilanz zu verbessern, plant die Exekutive ausserdem, eine thermische Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung einzubauen. Und schliesslich wird eine 4,5-Zimmer-Wohnung in zwei 2,5-Zimmer-Wohnungen aufgeteilt.

Die Rechnungsprüfungskommission empfiehlt den Stimmberechtigten, alle drei Kreditvorlagen zu genehmigen.