Uitikon

Abläufe im Werkbetrieb könnten bald vereinfacht werden

An dieser Stelle soll dereinst der Neubau des Uitiker Werkhofs zu stehen kommen. Bereits im November 2015 könnte der Gemeindeversammlung einen Kredit unterbreitet werden.

An dieser Stelle soll dereinst der Neubau des Uitiker Werkhofs zu stehen kommen. Bereits im November 2015 könnte der Gemeindeversammlung einen Kredit unterbreitet werden.

Auf dem Gelände des Massnahmenzenrums will die Gemeinde einen neuen Werkhof erstellen — die Verhandlungen mit dem Kanton sind kurz vor Abschluss. Eine lange Leidensgeschichte könnte bald ein Ende nehmen.

Der Werkhof ist seit Jahren ein Sorgenkind der Gemeinde Uitikon. Nun kommt jedoch erneut Bewegung in die Sache. Wie der Gemeinderat mitteilte, sind die Eckdaten für einen Baurechtsvertrag für das benötigte Teilareal des Massnahmenzentrums (MZU) weitgehend geklärt. Dies ist ein Meilenstein in der langen Leidensgeschichte um den Werkhof, die von unerschwinglichen Mietzinsen und der Kulturlandinitiative geprägt war.

Das stet wachsende Uitikon hat zu wenig Platz für seinen Werkhof. Dessen Zentrale liegt heute direkt unter dem Saal des Üdiker-Huuses im Herzen der Gemeinde. Viele Gerätschaften werden jedoch bei unterschiedlichen Bauern gelagert, der Salzvorrat ist beispielsweise in Ringlikon. Der jetzige Standort bietet zu wenig Platz. «Diese Dezentralisierung macht die Abläufe der Werkbetriebe unnötig umständlich», sagt Gemeindeschreiber Bruno Bauder.

Weiter verweist er darauf, dass der Werkhof inmitten des Dorfes an einem ungeeigneten Standort sei. Denn: «Der Winterdienst der Werkbetriebe beginnt früh morgens oder je nach Witterung noch in der Nacht», so der Gemeindeschreiber. Seit Jahren suche die Gemeinde schon nach einer Lösung. Die Idee, den Werkhof auf dem Areal des MZU zu erstellen, ist nicht neu. Letztmals konnten sich Gemeinde und Kanton jedoch in Bezug auf den Baurechtszins nicht einigen. Die Gemeinde wertete den berechneten Quadratmeterpreis als zu hoch, hiess es im Jahr 2009, nach dem das kantonale Immobilienamt diesen im Vergleich zu früheren Angeboten nach oben korrigiert hatte. Trotzdem sprach die Gemeindeversammlung im November 2009 einen Planungskredit in der Höhe von 185 000 Franken — vergebens.

Details gibt Gemeinde nicht preis

Der nächste Anlauf konkretisierte sich Anfang 2012. Ein Landabtausch mit dem Kanton sollte den Bau ermöglichen. Eine Parzelle direkt neben dem Massnahmenzentrum südöstlich des Gebiets «Schlossmatt», das dem Kanton gehört sollte mit einem Stück Land der Gemeinde weiter unten am Bach abgetauscht werden. Die Kulturlandinitiative machte diesem Ansinnen jedoch einen Strich durch die Rechnung. Die Landwirtschaftszone hätte zur Zone für öffentliche Bauten werden sollen, was nach Annahme der Initiative im Jahr 2012 nicht mehr möglich war.

Feuerwehr könnte nachziehen

Nun stehen die Zeichen gut, dass sich der Uitiker Werkhof bald an einem Standort mit genügend Platz einfinden kann. Zu den genauen Konditionen in Bezug auf Mietzins- und Dauer will sich die Gemeinde nicht äussern. Bruno Bauder verweist darauf, dass die Exekutive den Baurechtsvertrag mit dem kantonalen Immobilienamt Anfang 2015 zu unterzeichnen gedenkt. «Die letzten offenen Punkte des Baurechtsvertrages werden voraussichtlich in den kommenden Wochen bereinigt», so Bauder. Auch über den weiteren Projekt-Fahrplan hat Bauder bereits Vorstellungen. «Ziel ist es, der Gemeindeversammlung vom 24. November 2015 einen Kredit für den Neubau zu unterbreiten», sagt er. Am 26. Februar 2016 könnte dann bereits eine Urnenabstimmung folgen.

Was nach dem Auszug mit den Räumen des Werkhofs unterhalb des Üdiker-Huuses geschieht, lässt Bauder offen. Denkbar sei, dass die Feuerwehr diese für sich nutze oder gar ihren bisherigen Standort gleich nebenan verlasse und in den jetzigen Werkhof nachrücke, so Bauder. Konkrete Pläne gebe es jedoch noch nicht.

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