Unterengstringen

Ab kommenden Schuljahr wird nachhaltiger geheizt

Die Gasheizung der Schulanlage Büel wurde 2014 erneuert.

Die Gasheizung der Schulanlage Büel wurde 2014 erneuert.

Unterengstringen will für 205'000 Franken die Schulanlage Büel und das Feuerwehrgebäude an das Limeco-Fernwärmenetz anschliessen.

Die aufgerissenen Strassen in Unterengstringen zeugen vom fortschreitenden Ausbau des Fernwärmenetzes. Auch der Gemeinderat will das Angebot der Limeco für gemeindeeigene ­Liegenschaften nutzen, wie er mitteilt. «Wir wollen mit gutem Beispiel voran gehen», sagt Gemeindepräsident Simon Wirth (FDP). Im Budget 2020 sind ­insgesamt 205'000 Franken vorgesehen, um die Schulanlage Büel und das Feuerwehrgebäude an der Dorfstrasse ebenfalls an die Regiowärme anzuschliessen. Entlang der Büel- und Dorfstrasse werden in nächster Zeit die dafür nötigen Leitungen ­verlegt.

Die Schule wird künftig mit Fernwärme versorgt, obwohl die bestehende Gasheizung erst 2014 installiert wurde und noch Jahre betrieben werden könnte. Die heutige Heizung sei «nur bedingt tauglich» für die Zukunft, schreibt der Gemeinderat weiter. Mit dem planmässig im Sommer 2020 abgeschlossenen Ausbau des Schulhauses Büel A wird der Bedarf an Wärme und Warmwasser künftig steigen und die Gasheizung wird gemäss Abklärungen der Gemeinde ihre Leistungsgrenze erreichen. Bei schlechten Wetterbedingungen könnte die sichere Versorgung deshalb nicht vollends gewährleistet werden.

Als der Brenner der Gasheizung 2014 ersetzt werden musste, sei der grosse Schüleranstieg noch nicht vorhersehbar gewesen. Deshalb freue es ihn, dass die Gemeinde mit der Fernwärme nun eine langfristige Lösung gefunden habe, sagt Wirth.

Der Anschluss an die Fernwärme soll im Frühling oder Sommer 2020 fertiggestellt sein. Dann wird die Limeco die Gasheizung zum Zeitwert zurückkaufen. «Wir konnten einen guten Deal mit der Limeco aushandeln», sagt Wirth.

Ölheizung seit 23 Jahren in Betrieb

Beim Feuerwehrgebäude ist die Lage anders. Die Ölheizung von 1996 hat ihre durchschnittliche Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren bereits übertroffen und müsste ohnehin bald ersetzt werden. Die nötigen Arbeiten soll im Sommer oder Herbst 2020 ausgeführt werden.

Kein Thema ist die Fernwärme für das 2017 eingeweihte Gemeindehaus. Dieses wird mit einer modernen Wärmepumpe geheizt. Noch unklar ist die Situation beim ehemaligen Gemeindehaus, in dem derzeit Asylbewerbende leben. Zunächst müsse die langfristige Nutzung des Liegenschaft geklärt werden, sagt Wirth.

Seit Mitte September 2019 werden in Unterengstringen Fernwärmeleitungen verlegt. Bis Ende 2021 sollen der Netzausbau im Dorf abgeschlossen sein. Der Grossteil der Arbeiten soll dieses Jahr erfolgen.

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