Schlieren
Ab Herbst gibt es einen Markt für die Schlieremer Bevölkerung

Zwei von drei Schlieremerinnen und Schlieremer wünschen sich einen Wochenmarkt mit Frischprodukten, wie die SP-Umfrage zur Lebensqualität vom vergangenen Januar ergab. Nun wird ihr Wunsch erhört.

Von Florian Niedermann
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Hier wird ab September versuchsweise ein Wochenmarkt stattfinden – die Salmenkreuzung in Schlieren.

Hier wird ab September versuchsweise ein Wochenmarkt stattfinden – die Salmenkreuzung in Schlieren.

fni

Eine eigens gegründete Interessengemeinschaft aus Vertreterinnen der SP-Ortspartei und weiteren Personen reagiert auf den Wunsch, indem sie ab Herbst 2012 versuchsweise einen Wochenmarkt organisiert. Die Standortförderung unterstützt das Anliegen

Auf lokale Detaillisten fokussiert

Für den Wochenmarkt sollen vor allem lokale Detaillisten angeworben werden. Das beinhaltet auch Produktionsbetriebe aus den Nachbargemeinden Schlierens, wie Béatrice Bürgin, Präsidentin der SP Schlieren und Mitinitiantin des Projekts, erklärt. «Vorgesehen sind vor allem Lebensmittelstände mit Frischprodukten. Es wäre aber auch ein Stand mit Schönheits- und Wellnessprodukten denkbar.» Die Diversität der Produkte soll hoch gehalten werden, damit sich die Händler nicht konkurrenzieren. Ausgeschlossen seien Secondhand-Waren. «Wir wollen keinen Flohmarkt», sagt Bürgin.

Der Beginn der Pilotphase wurde durch die Initianten auf den 1. September - den Samstag des Herbstmarkts - gelegt. Vorerst sollen die Marktfahrer ihre Stände an der Salmenkreuzung aufstellen, wie Bürgin erklärt: «Später könnte der Mark auch auf dem geplanten Stadtplatz stattfinden.» Nach dem letzten Markttag der Versuchsphase am 1. Dezember wird entschieden, ob das Projekt weitergeführt wird. Das Erfolgskriterium ist einfach: Die Marktfahrer müssen ausreichend verdienen, sodass die Teilnahme für sie lukrativ ist.

«Einen Versuch wert»

«Es steht und fällt alles mit der Nutzung durch die Schlieremer Bevölkerung», erklärt Bürgin. Bereits nach der Veröffentlichung der SP-Umfrage im vergangenen Januar bezweifelten einige Schlieremer, dass ein solcher Markt rentieren würde. Christian Meier, Stadtrat (SVP) und Obstbauer mit Marktstand in Schlieren, weiss um das Risiko eines Scheiterns: «Klar ist die Befürchtung, dass der Markt zu wenig genutzt wird, gerechtfertigt. Einen Versuch ist es aber allemal wert.»

Derzeit ist die Interessengruppe daran, Marktfahrer anzuwerben. Am 3. Juli findet ein Informationsabend für Interessenten statt. Eine Mindestanzahl von Ständen, die für den Betrieb nötig wäre, sei nicht definiert worden, betont Bürgin: «Je mehr Händler mitmachen, desto besser. Wenn das Projekt nicht auf Interesse stösst, kann der Markt nicht aufgezogen werden.»