Schlieren
Ab Frühjahr 2016 soll auf dem Goldschlägiplatz Parkverbot herrschen

Auf dem Goldschlägiplatz beim Bahnhof parkieren regelmässig Fahrzeuge. Das soll sich ändern.

Sandro Zimmerli
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Trotz Haltverbots-Schildern parkieren häufig Fahrzeuge auf dem Goldschlägiplatz.

Trotz Haltverbots-Schildern parkieren häufig Fahrzeuge auf dem Goldschlägiplatz.

David Hunziker

Spätestens im Frühjahr 2016 soll auf dem gesamten Goldschlägiplatz in Schlieren nicht mehr parkiert werden dürfen. Denn «im Rahmen der Baubewilligungen wurde präzisierend zum Gestaltungsplan verfügt, dass der Platz nicht als Parkierungsfläche genutzt werden darf. Auf diese Punkte wurde im Rahmen der Gesamtumgebungsabnahme Färbiareal ebenso verbindlich hingewiesen und entsprechend verfügt, mit Fristansetzung per April 2016.» Das schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage von Gemeinderat Dominik Ritzmann (Grüne).

Dieser stellte fest, dass sich an einem Samstag schnell einmal mehr als vierzehn parkierte Autos auf dem Goldschlägiplatz vor dem dortigen Supermarkt befänden, obwohl es nur ein paar Meter weiter eine Tiefgarage habe. Ritzmann wollte daher vom Stadtrat wissen, was im Gestaltungsplan des Goldschlägiplatzes vorgesehen gewesen sei, ob die Stadt interveniere und wenn ja, wie. Zudem interessierte ihn, wie Schlieren künftig solche Missstände verhindern wolle.

Laut Antwort des Stadtrates ist im Gestaltungsplan für die Fläche keine eigentliche Nutzung vorgesehen – also keine Hochbauten und auch keine Parkierung. Es handle sich gemäss Gestaltungsplan um eine Mischverkehrszone mit Einschränkungen. Anlieferungen seien möglich, insbesondere für das Restaurant sowie die Geschäfte, die zum Platz hin orientiert sind. «Ebenso ist die Zufahrt der Blaulichtorganisationen zulässig», schreibt der Stadtrat weiter.

Gerichtliches Parkverbot

Für die Bauten Goldschlägiplatz 1 und 2 sei, so der Stadtrat, bereits seit längerer Zeit ein gerichtliches Parkverbot vorhanden. «Es wird durch eine Privatfirma durchgesetzt, da Privatgrund betroffen ist. Die Anzeigen erfolgen an die Stadt», heisst es in der Antwort weiter. Das gerichtliche Verbot betreffend Parkierung für die Bauten Goldschlägiplatz 3, 4 und 5 sei am 9. Oktober 2015 publiziert worden. Es werde nach Rechtskraft umgesetzt. Dies wird wiederum durch eine private Firma geschehen.

Die heute unbestrittenermassen unbefriedigende Situation konnte entstehen, weil die bauliche Umsetzung des Färbiareals etappiert erfolgte und somit permanent eine «Baustellen-Situation» herrschte, was einen gewissen Zusatzverkehr zumindest plausibel machte, hält der Stadtrat weiter fest. Jetzt sei die Bauphase aber abgeschlossen und die Unterniveaugaragen seien in Betrieb, sodass die definitive Regelung umzusetzen sei. «Seit längerer Zeit fordert die Stadt auch bei anderen Bauvorhaben, dass Vorplätze so zu konzipieren und auszustatten sind, dass sie grundsätzlich nur von Blaulichtorganisationen befahren werden können», schreibt der Stadtrat. Dies werde unter anderem durch Absperrpfosten erreicht und in der Baubewilligung verfügt. Dies sei auch beim Goldschlägiplatz so verlangt worden. «Stellt sich heraus, dass die baulichen Massnahmen nicht ausreichen, müssen gestützt auf die erfolgten Verfügungen zusätzliche Elemente versetzt oder andere bauliche Massnahmen ergriffen werden.»