Dietikon

Ab 2020 neue Geschäftsleitung für «Gleis 21» — Bistro und Kultur werden vereint

Dank einer Geschäftsleitung sollen Bistro und Kulturbetrieb künftig noch besser aufeinander abgestimmt werden.Bild: Chris Iseli

Dank einer Geschäftsleitung sollen Bistro und Kulturbetrieb künftig noch besser aufeinander abgestimmt werden.Bild: Chris Iseli

Die Suche nach einer neuen Geschäftsleitung für das Bistro und den Kulturbetrieb im Dietiker «Gleis 21» ist schon weit fortgeschritten.

Seit bald einem Jahr belebt das «Gleis 21» am Bahnhof Dietikon die lokale Kulturszene. Ab 2020 stehen aber grosse Veränderungen an. Weil der Vorstand des Trägervereins den Kulturbetrieb und das Bistro operativ zusammenführen möchte, wird aktuell eine Geschäftsleitung gesucht. Der Bewerbungsprozess ist bereits weit fortgeschritten, bald könne man das Ergebnis kommunizieren, sagt Betriebsleiter und Vorstandsmitglied Fabian Hauser. Die letzten noch im Rennen befindlichen Bewerber haben laut ihm alle bereits in Zürich Lokale geführt.

Zum Betriebsstart im Januar 2019 verpachtete der Verein das Bistro im Haus an Francesca Melia, die dieses noch bis Ende Februar führen wird. Zwischenzeitlich seien auch Gespräche geführt worden, ob Melia das Bistro unter einer Geschäftsleitung weiterführen würde, aber beide Seiten konnten keine Einigung finden. Schon vor dem Start habe man im Verein überlegt, das ganze Haus inklusive Bistro selbst zu führen, sagt Hauser. Doch weil die gastronomische Erfahrung fehlte, habe man sich dagegen entschieden. Zudem sei es darum gegangen, das finanzielle Risiko dank der Pacht etwas abzufedern, ergänzt er. So kam es zur aktuellen Lösung und Hauser übernahm die Leitung des Kulturbetriebs in einem 40-Prozent-Mandat.

Aber es sei immer klar gewesen, dass dies nur eine Übergangslösung sei, sagt Hauser. Es hätte ihn gereizt, gleich selbst die volle Verantwortung mit einem grösseren Pensum zu übernehmen. Aber schon vor dem Sommer sei ihm klar gewesen, dass ihm mehr als 40 Prozent zu viel wären. «Ich führe eine eigene Firma mit diversen Kunden und engagiere mich in vielen anderen spannenden Projekten», sagt er.

Bistro ist Dreh- und Angelpunkt des Kulturhauses

Der Alltagsbetrieb zeigte dem Vorstand, dass die Planung aus einer Hand grosse Vorteile hat. «Es gibt so viele Schnittstellen, dass es die bessere Lösung ist, alles unter einem Dach zu führen», sagt Hauser. Das Bistro sei der Dreh- und Angelpunkt des Hauses. «Dieser muss funktionieren, damit wir unsere Vision umsetzen und unsere Versprechen an die Stadt, die Bevölkerung und die Besucher einhalten können», sagt er. Denn das Gebäude gehört der Stadt Dietikon. Der Trägerverein mietet es von der Stadt und hat mit dieser eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Ziel sei es, das «Gleis 21» als Treffpunkt zu etablieren, deshalb seien etwa besucherfreundliche Öffnungszeiten wichtig, sagt Hauser.

Der Verein profitiere aktuell von den gesammelten Erfahrungen. Vor einem Jahr hätten sie gar nicht das nötige Wissen gehabt, um so ein gutes und tiefgründiges Bewerbungsverfahren durchzuführen, sagt Hauser. Und auch die Zeit sei vor dem Betriebsstart im Januar knapp gewesen. Deshalb komme die Reorganisation zum richtigen Zeitpunkt.

Bewerber zeigten ihre Vision vom «Gleis 21»

Wie sich das «Gleis 21» unter neuer Geschäftsleitung verändern wird, steht noch nicht fest. «Es ist sinnvoll, dass wir nach dem Entscheid möglichst bald zusammensitzen und die künftige Strategie ausarbeiten», sagt Hauser. Im Bewerbungsverfahren brachte der Vorstand auch seine eigenen Vorstellungen für die Entwicklung des Kulturhauses mit ein. Und die Bewerber in der engeren Auswahl mussten selbst ihre Vision vom «Gleis 21» darlegen.

Sicher ist, dass auch künftig ein Bistro mit Küche am Bahnhof Dietikon zum Verweilen einladen soll und kulturelle Höhepunkte am Abend Publikum anziehen sollen. So ist für Anfang 2020 der Start einer Jazz-Reihe an jedem zweiten Donnerstag geplant, sagt Hauser. Auch neue Events wie etwa Wein- oder Gindegustationen, eine Partyreihe oder Spieleabende seien ein Thema. Und die Programmgruppe wurde um zwei junge Mitglieder erweitert, um die Bedürfnisse der Jungen noch besser abzuholen. Denn Konzerte wie das der Londoner Rapperin Amy True, die ein jüngeres Publikum ansprechen, sollen noch mehr Besucher ins Haus locken.

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