Beim Birmensdorfer Busbahnhof handelt es sich um eine Zwischenlösung. Die drei Haltekanten wurden anlässlich des Fahrplanwechsels im Dezember 2015 erstellt, doch bereits damals war klar, dass es eine langfristige Gesamtlösung braucht.

Nun lässt Birmensdorf eine Vorstudie ausarbeiten, die sich mit dem Bahnhofsgebiet befassen soll, wie der Sicherheitsvorstand Paul Gähler (CVP) auf Anfrage sagt. Auch plant eine Baugenossenschaft derzeit auf der gegenüberliegenden Seite der Zürcherstrasse – auf Höhe der heutigen Bushaltestelle – einen Neubau. «Dieser soll in die Planung des neuen Bahnhofs einbezogen werden», so Gähler.

Die Kosten für die neuen Bushaltestellen will Birmensdorf jedoch nicht alleine übernehmen. Obwohl eigentlich die Besitzerin einer Strasse für die Kosten der darauf zu erstellenden Haltestelle aufkommen müsste. Die Zürcherstrasse gehört der Gemeinde Birmensdorf. «Wir sind nicht bereit, die Planungs- und später die Realisierungskosten alleine zu tragen», sagt Gähler. Dies, weil die Birmensdorfer Bevölkerung nicht drei hintereinanderfahrende Buslinien benötige, um zum Bahnhof zu gelangen. «Von diesen profitieren Pendler aus benachbarten Aargauer Gemeinden, die via Bahnhof Birmensdorf nach Zürich verkehren», sagt er.

Folgen Oberwil-Lieli und Arni?

An der letzten regionalen Verkehrskonferenz habe Gähler dieses Anliegen mit seinen Ressortkollegen aus anderen Gemeinden thematisiert. Auch mit Vertretern des Gemeinderats Aesch suchte er das Gespräch, was ein Erfolg war. Wie die Aescher Exekutive jüngst mitteilte, beteiligt sie sich mit 5000 Franken an der Vorstudie, die laut Gähler auf gesamthaft 27 000 Franken veranschlagt wird. Welche Gemeinden sich sonst noch beteiligen sollen, darüber hat Gähler klare Vorstellungen. «Es sind jene, bei denen sich der Pendlerstrom in Richtung Bahnhof Birmensdorf orientiert», sagt er. Also etwa OberwilLieli, Arni oder Oberlunkhofen.

Die Aufgabe, die sich den Planern, die mit der Vorstudie betraut wurden, nun stelle, sei äusserst komplex, wie Gähler weiter sagt. «Dies, weil der Bahnhof am Hang liegt und es generell sehr wenig Platz hat.» Auch der Fahrplanwechsel 2015 habe dazu beigetragen, dass die Lage schwierig sei. Seither wendet der Bus der Linie 245 in den Nebenverkehrszeiten in Birmensdorf nämlich vorzeitig und blockiere eine der Haltekanten. Bedient wird der Bahnhof jedoch auch von den Linien 215, 350, 227 und 314. Für die letzten beiden Buslinien bildet er die Endhaltestelle. Hinzu kommen die beiden Nachtlinien N22 und N23.

ZVV stellt 30 Prozent in Aussicht

Die Realisierung des neuen Busbahnhofs ist für das Jahr 2018 vorgesehen. «Dies ist jedoch abhängig vom Wohnprojekt der Baugenossenschaft, das ebenfalls dann mit einem Baustart rechnet.» Bezüglich der Kosten für das definitive Projekt und über die Beteiligung anderer Gemeinden kann Gähler im Moment noch keine Angaben machen. Doch habe der Zürcher Verkehrsverbund bereits einen Beitrag von 30 Prozent der Gesamtkosten in Aussicht gestellt, sofern sich weitere Gemeinden an den Kosten beteiligen.