Aesch
888 Jahre treffen 100 Jahre am Jubiläumsapéro

Der jubilierende Frauenverein (100 Jahre) bestritt einen wesentlichen Teil des Neujahrsapéros, der gestern den Auftakt zum grossen Festjahr (888 Jahre) der Gemeinde bildete.

Flavio Fuoli
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Birmensdorf turnt sich ins neue Jahr
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Anstossen auf 888 Jahre Gemeinde und 100 Jahre Frauenverein Aesch.
Filmer Beat Hebeisen filmt diePräsidentin des Aescher Frauenvereins Rägi Frei Geiger.
Der Aescher Gemeinderat Roland Helfenberger im Gespräch mit Bürgern.
Aesch feiert am Neujahrsapéro den Start zum Jubiläumsjahr 888 Jahre Aesch, zusammen mit 100 Jahre Frauenverein Aesch.

Birmensdorf turnt sich ins neue Jahr

Es war der Auftakt zum Jubiläumsjahr 888 Jahre Aesch - und die Einwohner kamen in Scharen. Denn gestern Vormittag lud die Gemeinde zu einem speziellen Neujahrsapéro. Er bildete den Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten 888 Jahre Aesch (siehe az Limmattaler Zeitung vom 6. Januar).

Speziell am Anlass war, dass er zum ersten Mal im grossen Gemeindesaal Nassenmatt stattfand. Speziell war auch, dass Gemeindepräsident Hans Jahn eine Rede hielt. Er versprach allerdings zu allererst, dass er dies in Zukunft nicht mehr zu tun gedenke.

«Eintritt in die Weltgeschichte»

In seiner kurzen Rede ging Hans Jahn auf die Urkunde ein, welcher die Aescher ihr ungewöhnliches Jubiläum zu verdanken haben. Aesch wurde 1124 erstmals in der Kauserurkunde vom 28. Dezember zum Kloster Engelberg erwähnt. «Das war der Zeitpunkt, als Aesch in die Weltgeschichte eintrat», formulierte es Jahn ironisch. Er begrüsste zudem Videofilmer Beat Hebeisen, der gestern für seinen Jubiläumsfilm drehte. Ausserdem, so war zu vernehmen, soll das Dorf herausgeputzt werden. Jahn rief die Bevölkerung auf, 888-Jahr-Fahnen zu bestellen und aufzuhängen.

Frauenverein feiert mit

Ungewöhnlich war gestern das Ambiente im Saal. Der Frauenverein hatte ihn in liebevoller Arbeit mit altertümlichen Haushaltgeräten geschmückt. Das war kein Zufall, feiert der Frauenverein heuer doch sein 100-Jahr-Jubiläum. Jahn bat Präsidentin Rägi Frei Geiger aufs Podium, um ihr einige Fragen zu stellen.

So erfuhr die Festgemeinde, dass der Verein auch in hundert Jahren keine Staubschicht angesetzt hat. Die Mitglieder in Alter von 30 bis 96 Jahren hätten sich auch nicht mehr so einzuordnen, wie das in Vorträgen, zu denen der Verein in alten Zeiten aufgerufen hatte, gefordert wurde.

Auch in emanzipierter Zeit nehme der Verein eine wichtige Rolle ein, sagte Frei Geiger. Denn er bemühe sich, dass sich alle Gruppen in der Gesellschaft wohlfühlen würden. «Ich denke dabei etwa an den Schulsilvester, wo wir den Kindern Geschenke überreichen, aber auch an das Seniorenessen, das wir einmal im Monat durchführen.»

Früher diente der Verein laut seiner Präsidentin den Frauen, einmal von zu Hause fort zu gehen und sich mit anderen Frauen auszutauschen. «Das war ein zentraler Punkt der Vereinsgründung.»

Auf die Frage von Hans Jahn, was der Höhepunkt im Vereinsjahr sei, antwortete Frei Geiger: «Der Vereinsausflug, die 888-Jahr-Feier und für mich persönlich der Weihnachtsmarkt, an dem wir einen Überraschungsgast präsentieren werden.»

147 Vereinsmitglieder

Dass der Frauenverein Aesch in der Gemeinde eine grosse Bedeutung hat, verdeutlicht unter anderem die hohe Mitgliederzahl. Sie beträgt 147, was für eine 1000-Seelen-Gemeinde eine sehr grosse Zahl ist. Diese hätten laut Präsidentin Rägi Frei Geiger genügend zu feiern. Unter anderem an der Jubiläums-Generalversammlung am 7. Juli mit einem Brunch.