Aesch
888 Jahre: Die Welt ist zu Gast in Aesch

Viele Wege führten am Freitagabend nach Aesch. Zum Auftakt des Jubiläumswochenendes trafen sich ehemalige Aescher Schüler wieder. Gerry Hofstetter überraschte mit einer Lichtinstallation.

Pablo Rohner
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Simone Cannizzaro, Mitglied der Aescher Kulturkommission, unterstützte den Singkreis szenisch
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95 Jahre Lebenserfahrung und 18 Stunden Flugdauer – Hans Hafner (sitzend) und Willi Arnold mit Klassentreffen-Organisator Roger Broye (rechts)
Gerry Hofstetter bei der Vorbereitung der Lichtinstallation
Petra Mörgeli, Präsidentin der Schulpflege, eröffnete die Feierlichkeiten
Die Welt ist zu Gast in Aesch

Simone Cannizzaro, Mitglied der Aescher Kulturkommission, unterstützte den Singkreis szenisch

AZ

Beim Primarschulhaus Nassenmatt hat sich eine grosse Menschentraube gebildet, lautes Stimmengewirr ist zu hören. Die Frauen und Männer, die da miteinander sprechen, haben sich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen. Nun, da sie anlässlich des Jubiläums der Einladung zur grossen Klassenzusammenkunft gefolgt sind, gibt es viel berichten.

Der Aescher Felix Sandmeier schätzt die Gelegenheit, an der Jubiläumsfeier alte Freunde zu treffen. «Eine gute Wirtschaft dafür gibt es ja nicht mehr», sagt er. Ein paar Schritte weiter steht Urs Frei. Mit 19 Jahren zog es ihn nach Genf, zwischenzeitlich lebte er in Deutschland, vor 20 Jahren ist er in Zürich sesshaft geworden. Er unterhält sich mit Rosa Campp-Markwalder. Sie lebte in den USA und Spanien, nun wurde sie zum Klassentreffen eingeladen. Hier kreuzen sich ihre Wege wieder.

Soeben hat Schulpflege-Präsidentin Petra Mörgeli den Festzeltbetrieb mit einer Bildstrecke über die Geschichte der Schulgemeinde eröffnet, als zwei Personen die Bühne betreten. Hans Hafner ist mit Jahrgang 1917 der älteste Teilnehmer des Klassentreffens und Kurt Willi reiste eigens für das Jubiläums-Wochenende aus Australien an. Beiden hängt die ehemalige Aescher Schülerschaft gebannt an den Lippen, als sie Anekdoten und Auszüge aus ihren Lebensgeschichten erzählen.

Während anschliessend im Festzelt der «ökumenische Singkreis» Bimensdorf-Aesch singt, die Showgruppe «Les Vieilles Prunes» auftritt und junge Tanzpaare Latein-Tänze aus Parkett legen, bereitet sich draussen ein anderer weit gereister Aescher auf seinen Beitrag zum Jubiläumsfest vor: der Lichtküstler Gerry Hofstetter. Verglichen mit polaren Eisbergen und dem Jungfraujoch gab das Aescher Schulhaus für einmal eine etwas gewöhnlichere Projektionsfläche ab.

Doch Gerry Hofstetter, Lichtkünstler von Weltruhm, ist Perfektionist. Erst als das Schulhaus mit strahlenden Aescher Wappen übersät ist, kommt er zur Ruhe. Er betrachtet das erleuchtete Schulhaus, in dem er sich einst auf die Schweizermeisterschaften im Kunstturnen vorbereitete und sagt: «Verrückt, wie uns die Geschichte immer wieder einholt».

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