Dietikon

82. Niklausschwinget: Der Traditionsanlass wird noch moderner

Schon in einer Woche geht es wieder hoch zu und her in der Dietiker Stadthalle - hier ein Foto vom letzten Niklausschwinget.

Schon in einer Woche geht es wieder hoch zu und her in der Dietiker Stadthalle - hier ein Foto vom letzten Niklausschwinget.

Der 82. Niklausschwinget in Dietikon lockt in einer Woche mit brisanten Duellen und einem Kindertheater.

Auch wenn die ganz Bösen ihre lange Saison bereits beendet haben, die Saison-Dernière in der Dietiker Stadthalle wartet am Samstag, 30. November mit einem exzellenten Starterfeld auf. Vier Eidgenössische Kranzschwinger haben sich bisher eingeschrieben, zumindest ein fünfter dürfte dies noch tun. Samir Leuppi (26) und Marcel Kuster (31) vom Nordostschweizer Verband, Stefan Stöckli (28) vom Innerschweizer und Andreas Döbeli (21) vom Nordwestschweizer Verband sind bereits angemeldet.

Laut Stefan Strebel, dem Technischen Leiter der Nordwestschweizer, dürfte auch der 22-jährige Aristauer Joel Strebel noch gemeldet werden. «Für mich sind Döbeli und Strebel zwei ganz heisse Kandidaten für den Sieg in Dietikon», lässt Strebel wissen. Die beiden Freiämter holten sich ihren ersten Eidgenössischen Kranz im Sommer am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (Esaf) in Zug.

Einer, der ebenfalls noch in Dietikon erwartet wird, ist Patrick Räbmatter, der Sieger von 2015. «Er hat sich noch nicht angemeldet. Aber eigentlich ist er jedes Jahr bei uns dabei», sagt Pressechef Bruno Auf der Maur. Der 28-jährige Nordwestschweizer Räbmatter ist zweifacher Eidgenosse und würde das Teilnehmerfeld noch mehr aufwerten.

Nicht mit von der Partie sind die beiden Schlussgangteilnehmer des vergangenen Jahres. Sieger Pirmin Reichmuth hat sich schlicht nicht angemeldet, Nick Alpiger befindet sich nach seiner schweren Schulterverletzung weiterhin im Aufbautraining.

Die Mitgliederzahl konnte gesteigert werden

Schön und gut, doch wie steht es um die Lokalmatadoren? Der organisierende SK Glatt- und Limmattal (SKGL) hat ein Trio am Start. Wunderdinge sind von Thomas Kammermann, Luca Pallaoro und Stefan Zemp indes nicht zu erwarten.

Eine spezielle Personalie ist der 32-jährige Kammermann. Gerüchten zufolge soll der Luzerner in einer Woche nach seinem letzten Gang das Karriereende bekanntgeben. Sein Amt als Technischer Leiter beim SKGL hat der studierte Maschinenbau-Ingenieur ETH an der Generalversammlung von einer Woche bereits an seinen Nachfolger Daniel Wettstein weitergegeben.

Apropos: An der Generalversammlung durfte Klubpräsident Stefan Tresch vermelden, dass die Mitgliederzahl auf 834 gesteigert werden konnte. Die Zahlen der Jung- und Aktivschwinger bewegen sich indes weiterhin auf tiefem Niveau.

Steinmürli-Schulkinder machen «HauRuck»

Zurück zum 82. Niklausschwinget. OK-Präsident Ralph Hofer strahlt Zufriedenheit aus. Das diesjährige Niklausschwinget ist das zweite unter seiner Ägide, an welchem zwischen
90 und 100 Schwinger um die Krone am letzten Anlass des Jahres kämpfen werden. «Wir liegen bestens im Zeitplan, es läuft rund», rapportiert Hofer.

Wichtig auch: Die Änderungen, mit denen man vor einem Jahr den Dietiker Traditionsanlass modernisiert hatte, seien mehrheitlich gut angekommen. Eine Schwingerbar für die durstigen Besucher, der Einmarsch einer Trychler-Gruppe, das Karussell für Kinder, das Ponyreiten, ein Streichelzoo – fast schon Quantensprünge für die traditionsbewusste Schwingfest-Klientel. Laut Ralph Hofer kam dies mehrheitlich gut an. «Es gab vereinzelte skeptische Voten. Aber für uns ist klar: Wir wollen das Niklausschwinget modernisieren und vermehrt Familien mit Kindern ansprechen.»

So darf man sich heuer auf eine weitere Premiere freuen: Nach dem auf 20.15 Uhr angesetzten Schlussgang folgt «HauRuck» – eine Performance der Theateria Dietikon mit Kindern der Schule Steinmürli nach dem Motto: «Theateria und Schulkinder performen Lebensfreude für die Sieger, die Verlierer und das ganze Publikum.» Man darf gespannt sein.
Bei den Organisatoren rechnet man mit rund 1000 Zuschauern, was in etwa dem langjährigen Mittel entsprechen würde. Natürlich hofft man bei Hofer und seinem Team, dass der Fokus auf die Kinder und Jugendlichen die einen oder andern Eltern, Göttis und Grosseltern in die Stadthalle und an die Schwingerbar führen wird.

Damit es bei einem Grossandrang zu keinem Verkehrs-Chaos kommt, bietet der SKGL auch diesmal wieder einen kostenlosen Shuttle-Service vom Bahnhof Dietikon zur Stadthalle an.

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