Sexualstraftäter
78-Jähriger vergreift sich an schlafender Bus-Passagierin

Neben einer bedingten Geldstrafe von 25 300 Franken erwartet den 78-Jährigen auch eine happige Busse von 3000 Franken.

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Die Tat geschah im VBZ-Bus der Linie 32.

Die Tat geschah im VBZ-Bus der Linie 32.

Keystone

Tatort war ein VBZ-Bus der Linie 32. Es war am vergangenen 8. November 2014, als der heute 78-jährige Senior aus dem Bezirk Meilen am Limmatplatz am Morgen in den Bus in Richtung Goldbrunnenplatz einstieg und sich neben eine junge Frau setzte. Dabei nutzte der Rentner den tiefschlafähnlichen Zustand der Geschädigten sogleich aus und begann sie zu berühren.

In einem nun eröffneten Strafbefehl ist vom Angreifen an den Oberschenkel, Begrapschen am Busen und Streicheln ihres nackten Bauches sowie des Rückens die Rede. Die junge Frau bekam nichts mit und konnte sich deshalb nicht wehren. Weshalb die Anklage von einer Schändung ausging. Der Senior griff während der Fahrt auch in ihre Handtasche und klaute nicht nur ihr Handy, sondern auch ihr Portemonnaie. Worauf er die Gegenstände für insgesamt 722 Franken in seinen Rucksack steckte.

Der Rentner hatte allerdings Pech, da der aufmerksame Buschauffeur die Übergriffe beobachtet hatte und sogleich die Polizei informierte. Diese nahm den Täter kurz vor sieben Uhr an der Haltstelle Höfliweg in Empfang und unterzog ihn einer Befragung. Wobei der Beschuldigte laut Staatsanwaltschaft zunächst die Vorwürfe in Abrede stellte. So behauptete er beispielsweise, dass das Handy und das Portemonnaie der Geschädigten aus Versehen aus ihrer Tasche auf den Boden gefallen seien. Eine Lüge, wie sich später aufgrund der Videobilder des Busses herausstellte. Der Streifen überführte den Senior nicht nur als Grapscher, sondern auch als Langfinger.

Die zuständige Staatsanwältin Andrea Senn bestätigte nun das Ergebnis eines rechtskräftigen Strafbefehls. Demnach wurde der wohlhabende Rentner wegen Schändung und Diebstahls zu einer hohen, bedingten Geldstrafe von 110 Tagessätzen zu 230 Franken, also insgesamt 25 300 Franken sowie zu einer happigen Busse von 3000 Franken verurteilt. Zudem soll er die Verfahrenskosten von 4060 Franken tragen. Attila Szenogrady