Dietikon
7000 Besucher an Hanf-Ausstellung in der Stadthalle

Mit der Wahl des schönsten Joints endete gestern in der Stadthalle die Hanfmesse CannaTrade. Die Veranstalter denken an eine Wiederkehr in zwei Jahren.

Matthias Scharrer
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Ein Teilnehmer des Joint-Roll-Wettbewerbs präsentiert sein Werk.

Ein Teilnehmer des Joint-Roll-Wettbewerbs präsentiert sein Werk.

Süsslich riechende, berauschende Rauchschwaden aus dicken Joints gabs nur draussen vor der Tür. Drinnen, in der Dietiker Stadthalle, bastelten derweil Hanffreunde beim Joint-Roll-Wettbewerb ihre Rauchwaren aus herkömmlichem Tabak. Mit der Kür des Wettbewerbs-Siegers kam gestern Nachmittag eine Veranstaltung zum Abschluss, die im Vorfeld nicht unumstritten war: Die internationale Hanfmesse CannaTrade.

Die Vereinigung «Eltern gegen Drogen», angeführt von der Berner SVP-Grossrätin Sabina Geissbühler-Strupler, hatte den Dietiker Stadtrat aufgefordert, die Vermietung der Stadthalle zu annullieren. SVP-Stadtrat Roger Brunner sah dafür jedoch keinen Grund, da den Veranstaltern strenge Auflagen gemacht und an der Hanfmesse keine illegalen Waren toleriert würden. Wie ein Sprecher der Kantonspolizei gestern auf Anfrage sagte, verlief die Messe ohne Probleme. Die Polizei sei vor Ort gewesen. Es sei aber nichts Nennenswertes vorgefallen.

Aus Sicht der Veranstalter war die 11.CannaTrade ein Erfolg. Mit rund 7000 Besuchern an drei Tagen seien mehr Leute gekommen als erwartet, sagte Messesprecher Marcel Müller. Sie konnten sich mit Geräten und Hanfbüchern zur Pflanzenzucht, Raucherutensilien und anderen, nicht rauchbaren Hanfprodukten eindecken.

«Der Standort Dietikon hat sich sehr bewährt, die Atmosphäre mit den Aussenständen vor der Stadthalle, der Allmend im Hintergrund und dem Bruno-Weber-Park in der Nähe war wunderbar», so Müller. «Wir fühlten uns willkommen und wohl.» Es sei durchaus eine Option, dass die nächste Ausgabe der CannaTrade 2014 wieder in Dietikon stattfinde.