Es ist ein Thema, das jeden Menschen betrifft. Man verliert eine geliebte Person, doch viel Zeit zum Trauern bleibt nicht. Denn die Hinterbliebenen müssen innert kürzester Zeit eine Reihe an unterschiedlichen Aufgaben erledigen. Die Situation erschwert sich zusätzlich, wenn die Verstorbenen keine klaren Anweisungen und Wünsche hinterlassen haben. Hier setzt die Winterthurer Firma Dimovera an. Mit Referaten klärt sie über «7 Dinge, die Sie für Ihren Todesfall vorbereiten sollten» auf, in Dietikon am 18. Mai.

«Das Hauptziel ist es, Menschen in der zweiten Lebenshälfte zu sensibilisieren», sagt Geschäftsführer Fabrizio Soncini. Durch den Vortrag wolle das Unternehmen zeigen, was man alles frühzeitig vorbereiten könne. «Mit den wichtigsten Vorbeugungen kann man den Angehörigen gut die Hälfte der Arbeit einsparen, die meist an die 100 Stunden in Anspruch nehmen kann», sagt Soncini. Oft stünden die Hinterbliebenen vor vielen Fragen. «Es ist mir wichtig, dass sich die Menschen mit diesem schwierigen Thema auseinandersetzen und offen darüber reden. Es ist schön für die Angehörigen, wenn sie wissen, was sich der Verstorbene gewünscht hat», sagt die Dietiker Zivilstandsbeamtin Claudia Schmid, die auch einen Teil des Referats übernehmen wird.

Welche Personen sollten im Todesfall informiert werden? Gibt es ein Testament? Wurde ein Bestattungswunsch angegeben? Das sind zentrale Fragen. Soncini erklärt, dass die Hinterbliebenen oft nicht wüssten, was sich der Verstorbene überhaupt wünscht oder sie haben den Wunsch unterschiedlich in Erinnerung. Auch vergessen viele Personen, die Informationen zu ihren Social Media-Accounts, zu den Bankkonten oder Versicherungen in Ordnern aufzubewahren. «75 Prozent unserer Zuhörer haben kein Testament verfasst», sagt Soncini.

Der Geschäftsführer sieht einen weiteren Grund, weshalb man den Todesfall vorbereiten sollte: «Es ist auch ein letzter Eindruck, den man hinterlässt.» Er sei schon in Wohnungen gewesen, wo alle Dokumente an unterschiedlichen Orten verteilt waren und Chaos herrschte. «Man konnte nichts finden. Die Hinterbliebenen mussten dann alles mühsam zusammensuchen», sagt Soncini.

Man braucht Willensvollstrecker

Der Vortrag soll älteren Menschen zeigen, was die Familie alles machen muss. «Die Teilnehmenden merken dann: ‹Ui, das ist ja viel›», sagt Soncini. Er erklärt, dass es mittlerweile auch immer mehr Personen gibt, die alleine sterben, die ihre Angehörigen verloren haben oder nicht mehr in Kontakt mit diesen stehen. «Viele denken fälschlicherweise, dass sich die Behörden beim Todesfall um alles kümmern. Das ist nicht der Fall», sagt Soncini. Man sollte deshalb, wenn man allein ist oder seine Familie entlasten möchte, noch zu Lebzeiten einen Willensvollstrecker bestimmen, der dafür sorgt, dass die Wünsche des Verstorbenen umgesetzt werden.

Der Vortrag wird kostenlos von Dimovera angeboten. Zusätzlich werden informative Unterlagen verteilt, auch ein Überblick zu den «7 Dingen». Das Referat wird von Soncinis Schwester Corina zusammen mit Zivilstandsbeamtin Claudia Schmid gehalten. Was man für das Referat mitbringen muss: «Neugier und vielleicht etwas zum Schreiben.»

Veranstaltung: Der Vortrag «7 Dinge, die Sie für Ihren Todesfall vorbereiten sollten», findet am 18. Mai von 14 bis 16 Uhr im Pfarreihuus St. Josef in Dietikon statt.