Hochwasserschutz
6,86 Millionen Franken für Hochwasserschutz und Renaturierung

Der Hochwasserschutz an der Limmat beim Werdhölzli in Zürich soll verbessert werden. Dafür beantragt die Zürcher Regierung dem Kantonsrat einen Verpflichtungskredit in Höhe von 6,86 Millionen Franken.

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Der Hochwasserschutz an der Limmat beim Werdhölzli in Zürich soll verbessert werden

Der Hochwasserschutz an der Limmat beim Werdhölzli in Zürich soll verbessert werden

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Stimmt das Parlament bis Ende des Jahres zu, können die Bauarbeiten im Frühjahr 2012 beginnen. Das Projekt Limmat-Auenpark Werdhölzli, das Gesamtinvestitionen von 9,41 Millionen Franken umfasst, dient nicht nur dem Schutz vor Hochwasser sondern bringt auch einen Gewinn für die Natur und Erholungssuchende, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte.

Der bestehende Hochwasserschutz ist bereits 130 Jahre alt und teilweise beschädigt oder zerstört.

Dadurch besteht die Gefahr, dass Dämme überströmt oder das städtische Klärwerk Werdhölzli und angrenzende Gebiete überflutet werden. Die kantonale Baudirektion will deshalb gemeinsam mit der Stadt Zürich den Hochwasserschutz zwischen dem Stauwehr Zürich-Höngg und der Autobahnbrücke bei Oberengstringen verbessern.

Auenwald als natürliche Ausgleichsfläche

Ausserdem wird der 1,8 Kilometer langen Abschnitt renaturiert. Flachufer ersetzen die stark verbaute Uferböschung. Der bestehende Auenwald wird sporadisch unter Wasser gesetzt und dient so als natürliche Hochwasserausgleichsfläche und Biotop.

Besucher können die Landschaft und ihre typischen Bewohner - wie Vögel, Fledermäuse, Amphibien und Fische - in Zukunft von einem Steg aus beobachten. Daneben wird das Naherholungsgebiet durch einen besseren Zugang zur Limmat und einen 3,5 Meter breiten Fussgänger- und Veloweg aufgewertet.

Der Zürcher Stadtrat hat im Juli 2010 dem Projekt zugestimmt und 1,35 Millionen Franken bewilligt. Weitere finanzielle Unterstützung in Höhe von 550'000 Franken kommt aus dem «naturemade star»-Fonds der Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz). WWF und Zürcher Kantonalbank tragen gemeinsam 650'000 Franken bei.

Der Bund hat einen Beitrag von 2,4 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Für den Kanton Zürich betragen die Nettokosten also 4,46 Millionen Franken. Der beantragte Verpflichtungskredit umfasst den Beitrag des Kantons und denjenigen des Bundes.