Spital Limmattal
53 Millionen für ein neues Pflegezentrum

Noch ist es nicht entschieden. Doch stehen drei Varianten für einen Neubau oder eine Sanierung des Pflegezentrums beim Spital Limmattal in der engeren Auswahl.

Alex Rudolf
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Das Pflegezentrum im Spital Limmattal

Das Pflegezentrum im Spital Limmattal

ZVG

Der Rohbau des Spitals Limmattal ist fertiggestellt – die Dimension des Gebäudes an der Schlieremer Urdorferstrasse ist nun für jedermann ersichtlich. Allerdings geht es noch knapp anderthalb Jahre bis das «LimmiViva» fertiggestellt ist. Trotzdem plant das Spital bereits an seiner nächsten Grossbaustelle.

Wie Spitaldirektor Thomas Brack an der Delegiertenversammlung vom Mittwochabend sagte, stehe die Machbarkeitsstudie für ein neues Pflegezentrum kurz vor dem Abschluss. Darin würden Aspekte wie der Standort, der Kostenrahmen und mögliche Synergien abgeklärt. Seit längerem steht bereits fest, dass kein herkömmliches Pflegezentrum erstellt werden soll, sondern ein Kompetenzzentrum für komplexe Pflegesituationen.

Neben dem Limmi-Hochhaus wächst der Neubau in die Höhe - die Fassaden ähneln sich nicht mehr lange, denn der Neubau wird hellbraun verputzt
12 Bilder
Die Dimensionen des Spitalneubaus zeigen sich von oben - noch drei Stockwerke kommen hinzu
Die Aussicht vom Spital-Hochhaus muss man noch geniessen. Voraussichtlich 2019 wird es rückgebaut
Im Inneren - hier das zweite Obergeschoss - werden die Räume besenrein gesäubert, um mit dem Innenausbau starten zu können
Oberhalb geht es mit dem Rohbau munter weiter - dieser soll bis im kommenden Frühling fertig sein
Die Grösse der Räume beeindruckt
Projektleiter Eric Pusztaszeri
Projektleiter Eric Pusztaszeri gemeinsam mit Architekt Nils Eichbaum
Kopie von Bauarbeiten Spital Limmattal
Knapp 20 Meter unter der Erde befindet sich die Technik - derzeit werden die Warmwasserspeicher installiert
Die Kathedrale - hier werden in Bälde die Luftmaschinen installiert. Diese saugen Frischluft von der Strasse ab, säubern sie und verteilen sie im Spitalneubau

Neben dem Limmi-Hochhaus wächst der Neubau in die Höhe - die Fassaden ähneln sich nicht mehr lange, denn der Neubau wird hellbraun verputzt

Alex Spichale

Bei der Prüfung durch externe Experten hat sich gezeigt, dass der heutige Bau des Pflegezentrums noch bis 2022 genutzt werden kann. Danach werde das Gebäude in Sachen Erdbebensicherheit und in technischen Belangen den Anforderungen nicht mehr genügen. Die Spitalleitung fasst daher eine Sanierung oder einen Neubau ins Auge. Eine Bedarfsumfrage bei den Verbandsgemeinden hat laut Brack ergeben, dass alle ihre bisherige Anzahl Plätze beibehalten wollen. Mit Ausnahme der Stadt Schlieren, die ihr Kontingent um 30 Plätze erhöhen wird. Nach einer Sanierung oder eines Neubaus sollte das Pflegezentrum also rund 153 Plätze aufweisen.

Eine Frage des Standorts

Sieben Standort-Varianten wurden im Rahmen der Machbarkeitsstudie in Betracht gezogen, drei davon kamen nun in die engere Auswahl. «Der Spital-Neubau wird ohnehin auf eine Erweiterung ausgerichtet sein. Möglich wäre, den ersten Ausbau-Schritt vorzuziehen und darin das Pflegezentrum unterzubringen», so Brack. So könnten die heutigen Synergien zwischen Spital und Pflegezentrum bezüglich Reinigung und Gastronomie problemlos weiter bestehen. Der Anbau würde auf dem Gelände des heutigen Hochhauses zu stehen kommen.

Die zweite Möglichkeit sei, den Neubau weiter nördlich an die Färberhüslistrasse zu erstellen. «Dabei gilt es zu bedenken, dass der Wiederaufbau der Kapelle, die für den Spitalbau abgebrochen wurde, an der Urdorferstrasse realisiert werden müsste», so Brack. Dafür sei der Lichteinfall für die Bewohner bei dieser Variante besser. Beide Möglichkeiten hätten den Vorteil, dass der Neubau bei vollem Betrieb des heutigen Pflegezentrums erstellt werden könnte. Dies ist bei der dritten Variante, einer Sanierung, nicht der Fall und ein Provisorium müsste erstellt werden. Zudem wäre eine Aufstockung der Anzahl Pflegeplätze nicht möglich.

Auch eine grobe Kostenschätzung liegt bereits vor. Für ein neues Pflegezentrum müsste mit Kosten von rund 53 Millionen gerechnet werden. Wie Brack erklärte, müssten die Verbandsgemeinden mit Kosten von 14 Millionen rechnen, der Restbetrag könnte vom Pflegezentrum selber getragen werden. An der Delegiertenversammlung von Januar werde man bekannt geben, welcher Standort der beste sei.