Die Abstimmungskampagne der Initianten der Volksinitiative «Stoppt die Limmattalbahn ab Schlieren» läuft auf ihrer Facebook-Seite mit rund 50 Likes (Stand am Montagabend) schon seit Juli. Untermalt vom Motorenlärm einer Kettensäge geben sie in einem Facebook-Video beispielsweise zu bedenken, dass im Rahmen des Limmattalbahn-Baus «über 400 gesunde Bäume» gefällt werden müssten.

Ausserdem werden die Initianten gemäss Komitee-Präsident Bernhard Schmidt (parteilos) auch auf anderen sozialen Medien und auf ihrer Website werben. Zudem arbeiten auch sie mit Plakaten an Bahnhöfen. Ausserdem sprechen sie Passanten an, zuletzt beispielsweise bei den Bahnhöfen Zürich Altstetten und Stadelhofen. Aktiv sei man vor allem ausserhalb des Bezirks Dietikon. «Das Limmattaler Volk kennt die Situation und die Ausgangslage ja bereits», sagt Schmidt.

«Diese Spannung muss man lösen»

«Wir wollen diese Bahn nicht, wir können sie nicht brauchen, bitte zwingen Sie uns diese nicht auf»

Bernhard Schmidt, Präsident des Komitees für die Volksinitiative «Stoppt die Limmattalbahn – ab Schlieren!», hat 6000 Unterschriften gesammelt und so erreicht, dass das Projekt am 23. September nochmals vors Volk kommt.

Wichtig sei es für das Komitee, die IG Limmattalbahn-Nein und die IG Limmattalbahn-so-nicht, die Botschaft zu verbreiten, dass es in der Abstimmung nicht darum gehe, ob man die Limmattalbahn will oder nicht, sondern ob man einer Region eine Bahn aufzwingen will, die von dieser Region abgelehnt wird.

Wenn sich das Volk des Kantons Zürich erneut für die Limmattalbahn entscheide, werde dies für eine grosse Politik-Verdrossenheit im Limmattal sorgen. «Es wäre tragisch, wenn die Demokratie so viele Leute verlieren würde», sagt Schmidt.

Wie die Gegner seiner Volksinitiative verspricht auch Schmidt eine Überraschung: «Diese wird sein, dass wir die Abstimmung gewinnen.»

Zum Finanziellen sagt Schmidt, man werde «rund 50 000 Franken» zusammenbringen.

NEUES VIDEOS VERWENDEN Eine Fahrt mit der Limmattalbahn gefällig? Die geplante Strecke im Schnelldurchlauf – inklusive Haltestellen.

Eine Fahrt mit der Limmattalbahn gefällig? Die geplante Strecke im Schnelldurchlauf – inklusive Haltestellen.

Die Redaktoren der Limmattaler Zeitung sind die künftige Strecke schon einmal abgefahren respektive abgelaufen.