Westumfahrung
50 Prozent weniger Verkehr auf der Birmensdorferstrasse Richtung Waldegg

Rund zwei Jahre nach Eröffnung der Westumfahrung und anderthalb Jahre nach Eröffnung der A4 im Knonaueramt liegt eine umfassende Wirkungskontrolle vor, welche die Auswirkungen der neuen Autobahn aufzeigt.

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Konnte von der Westumfahrung profitieren: Im verkehrsberuhigten Birmensdorfer Zentrum hat sich auch die Luft verbessert. MTS

Konnte von der Westumfahrung profitieren: Im verkehrsberuhigten Birmensdorfer Zentrum hat sich auch die Luft verbessert. MTS

Limmattaler Zeitung

Im Wesentlichen seien die Prognosen der Verkehrsplaner eingetroffen - der Durchgangsverkehr im Knonaueramt sei bis zu 70 Prozent aus den Dörfern verschwunden und konzentriere sich jetzt auf die Autobahn, schreibt der Zürcher Regierungsrat in einer Mitteilung.

Mit der Eröffnung der Westumfahrung von Zürich und der A4 im Knonaueramt im Jahr 2009 konnte eine wichtige Lücke im schweizerischen Autobahnnetz geschlossen werden. Eine gemeinsame Studie der Kantone Zürich und Aargau sowie der Stadt Zürich zeigt im Detail die veränderten Verkehrsströme im Knonaueramt, im Freiamt, im Sihltal, am linken Zürchseeufer sowie in der Stadt Zürich auf. Dazu wurde der Verkehr im Zeitraum 2004 bis 2011 an verschiedenen Messstellen auf allen Durchgangsstrassen im Einzugsgebiet der neuen Autobahn erhoben.

Die erwarteten Verkehrsverlagerungen seien eingetroffen, die Prognosen weitgehend erfüllt. Die Konzentration des Verkehrs auf den Autobahnen führte zum vorhergesagten täglichen Durchschnittsverkehr von rund 60‘000 Fahrzeugen im Üetlibergtunnel, rund 70‘000 Fahrzeugen auf der Westumfahrung im Raum Birmensdorf und rund 50‘000 Fahrzeugen auf der A4 im Islisbergtunnel. Die Stadt Zürich konnte entscheidend vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Zusätzlich können dank der Umfahrung Ziele in der Stadt Zürich auf einem kürzeren Weg durch das Stadtgebiet erreicht werden.

Knonaueramt bis 70 Prozent weniger Verkehr

Stark entlastet vom Durchgangsverkehr wurden insbesondere Birmensdorf, die Gemeinden entlang der Hauptstrasse durch das Knonaueramt sowie das Sihltal. Auf der Birmensdorferstrasse in Richtung Waldegg verkehren nun 12300 Fahrzeuge weniger. Das bedeutet eine Abnahme von 50 Prozent.Der Verkehr aus der Innerschweiz nach Zürich findet nun auf der neuen Autobahn seinen Weg, ohne Siedlungsgebiete durchqueren zu müssen.

Die Studie belegt, dass der Verkehr zur einzigen Autobahnzufahrt im Knonaueramt bei Affoltern am Albis zwar noch nicht im erwarteten Mass zugenommen hat. Die bereits in Ansätzen erkennbare Verkehrsentwicklung und die Siedlungstrends lassen aber erwarten, dass der prognostizierte Verkehr bis ins Jahr 2016 eintreffen dürfte.

Die Siedlungsentwicklung im Einzugsgebiet der neuen Autobahn zeigte während der Beobachtungsperiode eine Zunahme der Bautätigkeit. Aufgrund der eher langfristigen Entwicklung bei Bauinvestitionen und der verschiedenen Einflussfaktoren wie Wirtschaftslage, Baulandverfügbarkeit und -preisentwicklung im ganzen Kantonsgebiet usw. kann aber kein direkter alleiniger Zusammenhang mit der Eröffnung der Westumfahrung/A4 hergestellt werden.