Kanton Zürich
50'000 Franken gegen die Limmattalbahn – so kämpfen die Befürworter der Stopp-Initiative

Der Region Limmattal keine Bahn aufzwingen, die die Region nicht will: Diese Botschaft wollen die Gegner der Limmattalbahn mit ihrer Kampagne für ihre Stopp-Initiative rüberbringen, über die das Zürcher Volk am 23. September abstimmt.

David Egger
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Im Bild: ein Plakat der Limmattalbahn-Gegner aus dem Abstimmungskampf 2015.

Im Bild: ein Plakat der Limmattalbahn-Gegner aus dem Abstimmungskampf 2015.

Florian Niedermann

SEVERIN BIGLER

Die Abstimmungskampagne der Initianten der Volksinitiative «Stoppt die Limmattalbahn ab Schlieren» läuft auf ihrer Facebook-Seite mit rund 50 Likes (Stand am Montagabend) schon seit Juli. Untermalt vom Motorenlärm einer Kettensäge geben sie in einem Facebook-Video beispielsweise zu bedenken, dass im Rahmen des Limmattalbahn-Baus «über 400 gesunde Bäume» gefällt werden müssten.

Ausserdem werden die Initianten gemäss Komitee-Präsident Bernhard Schmidt (parteilos) auch auf anderen sozialen Medien und auf ihrer Website werben. Zudem arbeiten auch sie mit Plakaten an Bahnhöfen. Ausserdem sprechen sie Passanten an, zuletzt beispielsweise bei den Bahnhöfen Zürich Altstetten und Stadelhofen. Aktiv sei man vor allem ausserhalb des Bezirks Dietikon. «Das Limmattaler Volk kennt die Situation und die Ausgangslage ja bereits», sagt Schmidt.

Wichtig sei es für das Komitee, die IG Limmattalbahn-Nein und die IG Limmattalbahn-so-nicht, die Botschaft zu verbreiten, dass es in der Abstimmung nicht darum gehe, ob man die Limmattalbahn will oder nicht, sondern ob man einer Region eine Bahn aufzwingen will, die von dieser Region abgelehnt wird.

Wenn sich das Volk des Kantons Zürich erneut für die Limmattalbahn entscheide, werde dies für eine grosse Politik-Verdrossenheit im Limmattal sorgen. «Es wäre tragisch, wenn die Demokratie so viele Leute verlieren würde», sagt Schmidt.

Wie die Gegner seiner Volksinitiative verspricht auch Schmidt eine Überraschung: «Diese wird sein, dass wir die Abstimmung gewinnen.»

Zum Finanziellen sagt Schmidt, man werde «rund 50 000 Franken» zusammenbringen.

Ohne die zweite Etappe der Limmattalbahn würde in Dietikon (im Bild der Bahnhof) kein Tram verkehren.
15 Bilder
Die zweite Etappe erstreckt sich von Schlieren bis zum Bahnhof Killwangen-Spreitenbach.
Weitere Visualisierungen der Limmattalbahn: Bahnhof Altstetten
Zürich Micafil.
Kesslerplatz in Schlieren.
Spitalstrasse Schlieren.
Bahnhofplatz Dietikon.
Bahnhof Dietikon.
Die Haltestelle Badenerstrasse in Dietikon.
Die Haltestelle Furttalstrasse in Spreitenbach.
Der Endbahnhof Killwangen-Spreitenbach.
So sieht der Plan der Linienführung aus.
Dieser Plan zeigt die Linienführung in Schlieren.
Dieser Plan zeigt die Linienführung in Dietikon.
Plan der gesamten Linienführung.

Ohne die zweite Etappe der Limmattalbahn würde in Dietikon (im Bild der Bahnhof) kein Tram verkehren.

Architron Gmbh, Zürich