Diese Sportmomente sorgten für Aufsehen: der Jahresrückblick von Juli bis Dezember

Sport-Jahresrückblick 2020: Diese Sportmomente sorgten im Limmattal von Juli bis Dezember für Aufsehen.

Ruedi Burkart
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Wurde vom TC Weihermatt besiegt: ­Belinda Bencic. Nicht mehr EHCU-Trainer: Patrick Stach. Bild: Ruedi Burkart Geholt und weg: Hichem Oudjouadj. Nur mit Maske: die Küchencrew im HCDU-Lager. Bild: Ruedi Burkart Urdorfs Dejan Peric (rechts) beim Sieg gegen Wettswil-Bonstetten II. Vier Tage danach war wieder Schluss.Bild: Ruedi Burkart Aufgeboten und gleich ausgebremst: Moritz Mock.
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Wurde vom TC Weihermatt besiegt: ­Belinda Bencic. Nicht mehr EHCU-Trainer: Patrick Stach. Bild: Ruedi Burkart Geholt und weg: Hichem Oudjouadj. Nur mit Maske: die Küchencrew im HCDU-Lager. Bild: Ruedi Burkart Urdorfs Dejan Peric (rechts) beim Sieg gegen Wettswil-Bonstetten II. Vier Tage danach war wieder Schluss.Bild: Ruedi Burkart Aufgeboten und gleich ausgebremst: Moritz Mock.
Wurde vom TC Weihermatt besiegt: ­Belinda Bencic. Nicht mehr EHCU-Trainer: Patrick Stach. Bild: Ruedi Burkart Geholt und weg: Hichem Oudjouadj. Nur mit Maske: die Küchencrew im HCDU-Lager. Bild: Ruedi Burkart Urdorfs Dejan Peric (rechts) beim Sieg gegen Wettswil-Bonstetten II. Vier Tage danach war wieder Schluss.Bild: Ruedi Burkart Aufgeboten und gleich ausgebremst: Moritz Mock.
Wurde vom TC Weihermatt besiegt: ­Belinda Bencic. Nicht mehr EHCU-Trainer: Patrick Stach. Bild: Ruedi Burkart Geholt und weg: Hichem Oudjouadj. Nur mit Maske: die Küchencrew im HCDU-Lager. Bild: Ruedi Burkart Urdorfs Dejan Peric (rechts) beim Sieg gegen Wettswil-Bonstetten II. Vier Tage danach war wieder Schluss.Bild: Ruedi Burkart Aufgeboten und gleich ausgebremst: Moritz Mock.
Wurde vom TC Weihermatt besiegt: ­Belinda Bencic. Nicht mehr EHCU-Trainer: Patrick Stach. Bild: Ruedi Burkart Geholt und weg: Hichem Oudjouadj. Nur mit Maske: die Küchencrew im HCDU-Lager. Bild: Ruedi Burkart Urdorfs Dejan Peric (rechts) beim Sieg gegen Wettswil-Bonstetten II. Vier Tage danach war wieder Schluss.Bild: Ruedi Burkart Aufgeboten und gleich ausgebremst: Moritz Mock.
Wurde vom TC Weihermatt besiegt: ­Belinda Bencic. Nicht mehr EHCU-Trainer: Patrick Stach. Bild: Ruedi Burkart Geholt und weg: Hichem Oudjouadj. Nur mit Maske: die Küchencrew im HCDU-Lager. Bild: Ruedi Burkart Urdorfs Dejan Peric (rechts) beim Sieg gegen Wettswil-Bonstetten II. Vier Tage danach war wieder Schluss.Bild: Ruedi Burkart Aufgeboten und gleich ausgebremst: Moritz Mock.

Wurde vom TC Weihermatt besiegt: ­Belinda Bencic. Nicht mehr EHCU-Trainer: Patrick Stach. Bild: Ruedi Burkart Geholt und weg: Hichem Oudjouadj. Nur mit Maske: die Küchencrew im HCDU-Lager. Bild: Ruedi Burkart Urdorfs Dejan Peric (rechts) beim Sieg gegen Wettswil-Bonstetten II. Vier Tage danach war wieder Schluss.Bild: Ruedi Burkart Aufgeboten und gleich ausgebremst: Moritz Mock.

Bild: Levin Gubler Bild: Ruedi Burkart Bild: Michel Canonica

26. Juli: Tennis-Star Belinda Bencic in Urdorf

Die NLA-Damen des Tennisclubs ­Weihermatt sind und bleiben eine ­nationale Grösse. Zum Auftakt der Interclub-Saison ringen die Limmattalerinnen dem amtierenden Meister Chiasso ein beachtliches 5:5-Remis ab. Jenny Dürst und Julia Grabher sorgen für den Höhepunkt aus Urdorfer Sicht, als sie gegen das Tessiner Doppel Belinda Bencic/Joanne Züger gewinnen. Vor allem Bencic scheint es im Limmattal zu gefallen. «Urdorf hat eine schöne Anlage, es herrscht eine gute Atmosphäre», meinte die aktuelle Welt­nummer 12 vor der Rückreise ins Tessin. Zwei Wochen später ist die Saison für den TCU vorbei. Im Interclub-Halbfinal setzt sich Chiasso im Champions-Tie-Break durch.

5. August: Fragezeichen beim EHC Urdorf

Trotz Sommerhitze steigen die Eishockeyaner wieder auf den «Gletscher», sprich: Sie trainieren wieder auf ihrer bevorzugten Unterlage. Dass beim ersten offiziellen Eistraining in der Zuger Halle Chefcoach Patrick Stach nicht zugegen ist, scheint nicht mehr als eine Randnotiz zu sein. «Pa­trick hat ein paar familiäre Dinge zu klären», sagt Urdorfs Sportchef und Interims-Coach Urs Landis. Ein paar Wochen später kommt aus: Stach war zwar in familiären Belangen unterwegs, ­hatte aber schlicht keine Lust mehr auf Eishockey mit den Urdorfern. In einer spektakulären Nacht-und-Nebel-­Aktion gelingt es den Verantwortlichen kurz vor Saisonstart Ende September, den ehemaligen NLA-Eishockeyaner Niki Sirén als neuen Übungsleiter zu verpflichten.

7. August: 450 Zuschauer feiern Faustball-Nati

Dieser Freitagabend geht in die ruhmreiche Geschichte der Schlieremer Faustballer ein. Während sich auf dem Spielfeld hinter der Unterrohrhalle die Schweizer Männer-Nationalmannschaft und der aktuelle Weltmeister Deutschland ein packendes Duell liefern, sorgen 450 Zuschauer an diesem milden Sommerabend für Volksfeststimmung. Man isst Bratwürste, prostet sich zu, feiert sich und die Sportler ausgelassen und freut sich einfach am Leben ohne Schutzmaske. «Was die Fans heute aufführen, das ist einfach grossartig», meinte Schlierens Vereinspräsident Daniel Laubi über die Länderspielpremiere im Limmattal. Die Partie endet übrigens standesgemäss mit einem 4:3-Sieg der Besucher aus Deutschland.

2. September: Fancar für Faustballer

Die über Erwarten erfolgreiche NLB-Saison endet für die Schlieremer Faustballer erst mit der Teilnahme an den Aufstiegsspielen. Dort jedoch kommt das Team von Trainer Marcel Kunz unter die Räder, verliert gegen Olten und Gastgeber Walzenhausen diskussionslos mit jeweils 0:3. Trotz der lautstarken Unterstützung durch 40 mit einem Car ins Appenzellerland angereisten Supportern gelingt den Limmattalern kein Exploit. Es sei dennoch eine absolut zufriedenstellende Saison gewesen, so Kunz, man dürfe stolz sein auf das Erreichte.

2. September: Transferflop schon wieder weg vom FCD

«Ich habe nach dem ersten Training zu unserem Trainer João Paiva gesagt: Den holen wir», lässt sich Christian Müller, Sportchef des Fussball-Clubs Dietikon, bei der Präsentation des neuen offensiven Heilsbringers Hichem Oudjouadj zitieren. Doch der 24-jährige Algerier – er kommt aus Hamburg auf die Dornau – kann die Erwartungen nie erfüllen, nach ein paar Einsatzminuten in den ersten beiden 1.-Liga-Meisterschaftspartien heisst es für ihn bereits wieder Abschied nehmen. «Fussballerisch bringt er uns nicht weiter», so Müller. Apropos: Aus den bisher neun gespielten Partien holen die Limmattaler gerade mal vier Punkte und liegen damit auf einem Abstiegsplatz. Keine Frage: Sollte der Meisterschaftsbetrieb im Frühjahr 2021 tatsächlich wieder aufgenommen werden, müssten sich die Limmattaler bedeutend steigern, um dem drohenden Abstieg zu entgehen.

9. Oktober: Handball-Bubble beim HCDU

Nach einer intensiven, spannenden und lehrreichen Trainingswoche im Toggenburg sind die 75 Handballjuniorinnen und -junioren des HC Dietikon-Urdorf sowie ihre Betreuer wieder zurück in der Heimat. Nach langen Diskussionen, ob man das traditionelle Herbstlager auch in Zeiten von Corona durchführen soll, entscheidet sich die Leitung unter der Führung von Sascha Schoenholzer dafür, die Tradition aufrechtzuerhalten. «Wir skizzierten ein Schutzkonzept und einigten uns darauf, das Lager wie gehabt durchzuführen. Einfach mit gewissen verbindlichen Massnahmen.» Der Erfolg gibt den Organisatoren recht. Schoenholzer vor dem Start der Trainingswoche: «Ich glaube, Eltern wie auch Kinder sind froh darüber, dass der Nachwuchs einmal eine Woche weg von zu Hause verbringen kann.»

15. Oktober: Corona ­verhindert Nati-Debüt

Pech für Moritz Mock. Der 20-jährige Dietiker Unihockeyaner darf sich erstmals während eines dreitägigen Trainingslehrgangs im Kreise der A-Nationalmannschaft vorstellen. Dort macht der GC-Verteidiger eine so gute Falle, dass ihn Nationaltrainer David Jansson für das Länderturnier European Floorball Tour (EFT) aufbietet. Nur ein paar Stunden nach dem Aufgebot folgt indes die Ernüchterung: Das EFT wird abgesagt. Und auch die für Dezember geplante Weltmeisterschaft in Finnland ist wegen Corona verschoben worden.

25. Oktober: Noch einmal volle Ladung Fussball

Es ist ein wunderbarer Herbstvormittag, die Sonne setzt sich nach gewissen Startschwierigkeiten gegen den Nebel im Limmattal durch. Als ob sie geahnt hätten, dass es ihr letztes Spiel für eine ganze Weile sein könnte, bieten die 2.-Liga-Akteure vom FC Urdorf und von Wettswil-Bonstetten II den knapp 100 gut gelaunten Zuschauern auf dem Chlösterli einen beherzten Kampf. Dank Toren von Sampaio, Rako, Sommer und De Sousa gewinnen die «Stiere» mit 4:3. In der 2.-Liga-Tabelle liegen die Urdorfer wie auch der FC Schlieren im vorderen Mittelfeld.

29. Oktober: Und wieder eine Vollbremsung

Erneut kommt der Amateursport zum Erliegen. Die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie treffen die Vereine auch im Limmattal mitten ins Herz. Immerhin: Kinder bis 16 Jahre dürfen weiterhin trainieren. Das ist aber nur ein kleiner Lichtblick in der Krise, wie eine Umfrage bei den Vereinen zeigt.

23. Dezember: Im Eishockey wird die Saison abgebrochen

Am Tag vor Heiligabend verkündet die Regio League den Abbruch der laufenden Meisterschaft in den unteren ­Ligen. Da Kontaktsport immer noch verboten ist, könne man nicht damit rechnen, rechtzeitig im neuen Jahr wieder mit spielen zu beginnen, so der Eishockeyverband in einer Mitteilung. Bitter ist die Angelegenheit für den Eishockey-Club Urdorf, liegt dieser doch verlustpunktlos an der Tabellenspitze seiner 3.-Liga-Gruppe.

31. Dezember: Tschüss Coronajahr, willkommen 2021!

Endlich, das chaotische Sportjahr 2020 ist zu Ende. Es geht als das mühsamste überhaupt in die Geschichte des Amateursports ein – behördlich verhängte Trainingsverbote, abgebrochene Meisterschaften, Vereine in ­finanziellen Ausnahmesituationen. Gross ist die Hoffnung, dass es künftig wieder aufwärts geht. Zu wünschen wäre dies allen Sport­treibenden. Aber auch den Verantwortlichen, die mit viel Herzblut immer wieder improvisieren mussten. Darum: Willkommen 2021, mach uns wieder froh!