Oetwil
450 begeisterte Besucher swingten mit den Wolverines in den Fiirabig

Der Jazz-Club Oetwil organisierte bereits zum 21. Mal seinen beliebten «Fiirabig-Jazz» auf dem Dorfplatz. Die Wolverines Jazz Band aus Bern brachte einen Hauch Amerika der 1950er-Jahre sowie Dixieland-Jazz vom Feinsten nach Oetwil.

Ly Vuong
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Die Wolverines-Jazz Band aus Bern sorgte bei ihrem Konzert für eine ausgelassene Stimmung auf dem Dorfplatz in Oetwil.

Die Wolverines-Jazz Band aus Bern sorgte bei ihrem Konzert für eine ausgelassene Stimmung auf dem Dorfplatz in Oetwil.

Ly Vuong

Grillgeruch liegt in der Sommerluft. Die Festwirtschaft ist in vollem Gange. Es wird angestossen und geplaudert. Rund 450 Gäste sind gekommen, um die Wolverines Jazz Band aus Bern zu hören.

Laut Jazz-Club-Präsident Hermann Pfister habe man wiederum Glück mit dem Wetter. Nur einmal in den 21 Jahren des Bestehens vom Fiirabig-Jazz war das Wetter so schlecht, dass der Anlass in die Gemeindescheune ausweichen musste. Beste Voraussetzungen also, den Abend mit der siebenköpfigen Wolverines-Band, die 1961 gegründet wurde, zu starten. Mit ihrem Signet-Lied «Wolverine Blues» bringt die Band schnell einen Hauch Amerika der 1950er-Jahre ins Limmattal.

«Unser Bandpianist weilt in den Ferien. Für ihn eingesprungen ist Buddha Scheidegger von den «Buddha’s Gamblers»», verkündet Bandleader Walter Sterchi in einer Ansage an das Publikum.

Er nutzt die Gelegenheit und stellt dabei auch die übrigen Bandmitglieder vor: Am Schlagzeug sitzt Rolf Rebmann, Trompete spielt Heinz Bühler. Seit der Gründung mit dabei sind weiter der Posaunist Rudolf Knöpfel und Saxofonist sowie Klarinettist Beat Uhlmann. Leader Sterchi selbst ist als Gitarrist und Banjospieler auf der Bühne zu sehen.

Passend zum Anlass folgen Stücke wie «Blues in the Air» oder «Struttin’ with some Barbecue». Piano, Schlagzeug und Banjo geben dabei den Takt vor. Im Lied «I’ve found a new Baby» dominiert das Saxofon und die Menge ist begeistert.

Die Menge ist begeistert

Mit jedem Applaus swingt das Publikum noch mehr mit. «Könnte ich pfeifen, würde ich jetzt», sagt eine Zuhörerin zu ihrem Nachbar. Je später der Abend, desto ausgelassener die Stimmung. Gegen Ende des Konzerts sind die Jazzfans nicht mehr zu halten. Sie klatschen begeistert und rufen Zugabe.

«Wunderbarer Jazz» sei der Auftritt gewesen, schwärmt Christoph Meier aus dem Publikum. «Die Wolverines sind eine erstklassige Band mit ausgezeichneten Solisten», findet auch Jazz-Club-Mitglied Cilio Gosteli. «Die Musiker spielen mit viel Hingabe und Freude», bemerkt auch Melanie Dölle, ebenfalls Klubmitglied. Dies mache den Fiirabig-Jazz noch beliebter, ist sich Dölle sicher.

Mit vielen Erinnerungen verbunden

«Vor 21 Jahren war es der Plan des Klubs, ein gemütliches Beisammensein am Freitagabend mit Jazzmusik zu untermalen», erzählt Präsident Pfister. Daraus sei nun eine Institution geworden, die kontinuierlich wächst.

Viele Besucher verbinden schöne Erinnerungen mit dem Jazz. Wolverines-Bandleader Sterchi erinnert sich an seine Jugendzeit: «Als 16-Jähriger war ich 1960 an einem Konzert von Louis Armstrong. Von diesem Tag an wusste ich, dass ich Dixieland-Jazz machen möchte».

Und «Harlem Ramblers»-Drummer Gerry Ceccaroni denkt gerne an seine Auftritte am Fiirabig-Jazz zurück. An diesem Abend hat Ceccaroni sogar einen Gastauftritt mit den Wolverines, die er schon seit über 40 Jahren kennt.