1. Was macht die Regiospitex Limmattal überhaupt genau?

Sie pflegt alle Einwohner der Gemeinden Dietikon, Schlieren und Urdorf, die der Hilfe bedürfen. Das Ziel: Pflegebedürftige Menschen sollen möglichst lange zu Hause leben können. Zur Pflege gehören unter anderem medizinische Behandlungen wie das Wechseln von Verbänden, Injektionen oder das Behandeln von Wunden.

Aber auch Hilfe beim Duschen, beim Anziehen oder beim Toilettengang gehören zum Angebot. Dazu kommen die psychiatrische Pflege sowie die Palliativpflege von Menschen mit unheilbaren Krankheiten. Zudem leistet die Regiospitex allgemeine Unterstützung im Haushalt.

2. Die Regiospitex ist nicht auf Gewinn aus. Woher kommt das Geld?

Finanziert wird die Regiospitex durch Erträge aus den Dienstleistungen, die zu grossen Teilen von den Krankenkassen bezahlt werden, sowie durch Beiträge der Gemeinden und Mitgliederbeiträge.

2017 wurden rund 2,8 Millionen Franken durch Dienstleistungen in Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft eingenommen. 2,7 Millionen Franken bekam die Regiospitex von den drei Gemeinden. Insgesamt hatte die Regiospitex Einnahmen von 5,6 Millionen Franken, das sind 0,4 Millionen mehr als noch 2016.

3. Welche Gemeinde zahlt die meisten Beiträge?

Dietikon. Mit fast 1,4 Millionen Franken zahlte der Bezirkshauptort die Hälfte aller Gemeindebeiträge. Schlieren folgt mit etwa 894 000 Franken auf Platz 2, Urdorf an dritter Stelle mit knapp 500 000 Franken.

Die Beiträge berechnen sich daraus, wie viele Kunden in der jeweiligen Gemeinde die Spitex betreut. Hier gibt es im Vergleich zum Jahr davor grosse Unterschiede. Die Schlieremer Beiträge sind um rund 19 Prozent gestiegen, die Dietiker um knapp 16 Prozent. Diejenigen aus Urdorf sind dagegen um etwa drei Prozent gesunken.

4. Wie viele Kunden hat die Regiospitex 2017 betreut?

Für die total 1030 Kunden wurden 43 207 Stunden Pflege- oder Betreuungsarbeit geleistet, durchschnittlich 42 Stunden pro Kunde. 34 672 Stunden waren Pflegeleistungen. Das sind rund 8 Prozent mehr als 2016. 8535 Stunden lang wurden Hauswirtschafts- und Betreuungsleistungen erbracht, ein Rückgang um knapp sechs Prozent.

5. Wie alt waren die Limmattaler Spitex-Kunden letztes Jahr?

Die Kategorie der Kunden, die älter als 80 Jahre sind, ist in der Mehrheit. 556 Personen waren 2017 älter als 80 Jahre. Das sind 19 mehr als noch 2016. Ausserdem pflegte die Regiospitex im letzten Jahr 10 Kunden im Alter zwischen 5 und 19 Jahren. Der Rest liegt dazwischen. Bei den Zahlen zum Alter gilt es aber zu sagen, dass einige Kunden in zwei Kategorien Leistungen bezogen haben und somit doppelt gezählt wurden.

6. Wie viele Menschen arbeiten bei der Regiospitex?

Der Verein hat 79 Angestellte mit total 48,6 Vollzeitstellen. Während sich die geleisteten Stunden seit 2009 nur um rund 20 Prozent erhöht haben, hat sich die Anzahl Vollzeitstellen (ohne Lehrlinge) mit 48 Prozent fast verdoppelt. Geschäftsleiterin Elsbeth Liechti sagt, der höhere Personalaufwand sei unter anderem wegen Gesetzesänderungen entstanden. Die Spitex dürfe nicht mehr auf die nächste Viertelstunde aufrunden, sondern nur auf den nächsten Fünf-Minuten-Schritt.

Ausserdem habe der administrative Arbeitsaufwand «unverhältnismässig zugenommen». Sie rühmt die Regiospitex Limmattal als «attraktiven Arbeitgeber». Aus dem Spitex-Fonds, der mit Spendengeldern finanziert wird, investiert die Regiospitex beispielsweise laut Liechti pro Mitarbeiter 160 Franken in ein Hallenbad-Abo. 2017 nahmen das Angebot fünf Mitarbeiter an.